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Der Pokalsieg der BMA365 Bamberg Baskets war noch eine Überraschung. Doch mittlerweile ist klar: Der neunmalige Deutsche Meister ist endgültig zurück im Kreis der Top-Teams der Easycredit Basketball Bundesliga! Nach dem ungefährdeten 85:71 (47:42) gegen die Veolia Towers Hamburg hat die Mannschaft von Erfolgstrainer Anton Gavel sogar noch mal die Chance auf Platz zwei und damit das definitive Heimrecht bis in ein mögliches Halbfinale. Die EuroCup-Teilnehmer aus Hamburg werden dagegen nach einer abermals enttäuschenden Saison zum vierten Mal in Folge die Play-offs verpassen …

Seit dem Saisonstart im September hatte Gavel in 37 Pflichtspielen in Folge dieselbe Startformation ins Rennen geschickt. Im 38. Anlauf endete die historische Serie und der vom FC Bayern Basketball umworbene Coach musste zum ersten Mal mit dieser wichtigen Tradition brechen: Weil MVP-Kandidat Ibi Watson angeschlagen fehlte, rutschte Zach Ensminger in die Starting Five. Doch das tat dem Spiel keinen Abbruch.

BBL: Beim Sieg gegen die Hamburg Towers: Bamberg Baskets brechen mit DIESER wichtigen Tradition

„Das hat eine Menge Spaß gemacht“, grinste Topscorer Demarcus Demonia (19 Punkte) nach dem sechsten Heimsieg in Folge. Schränkte im Interview bei Dyn aber ein: „Wir hätten aber eine Menge Dinge besser machen können. Sie haben eine Menge einfacher Punkte aus Ballverlusten von uns gemacht. Das müssen wir verbessern. Abgesehen davon bin ich mit der Leistung ziemlich zufrieden. Ich freue mich sehr auf die Play-offs. Mal sehen, was wir da tun können.“

Seit die Hamburger nach ihrem Katastrophenstart in die Saison den Klassenerhalt sicher haben, ist bei ihnen dagegen merklich die Luft raus. Auch wenn Niklas Wimberg vor der Partie am Dyn-Mikrofon beteuerte, man habe weiter die Play-Ins im Blick: „Wir glauben dran! Wir versuchen weiter, zu kämpfen.“

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Quelle: MagentaSport

Problem nur: Davon war zunächst wenig zu sehen! Bamberg mauerte die Zone unter dem eigenen Korb zu und spielte in der Offensive gnadenlos effektiv. Hamburg war scheinbar noch im Bus. So war die Partie nach einem 15:3-Start der Hausherren nach nur fünfeinhalb Minuten entschieden. Zumal die Bamberger ihren Vorsprung sogar auf „plus 16“ (29:13) ausbauen konnten. „Das geht einfach zu leicht“, stellte Dyn-Kommentator Max Wittmann treffend fest.

Das änderte sich allerdings im zweiten Viertel. Die Türme begannen mit einem 9:0-Lauf, bestimmten den Rhythmus und arbeiteten sich bis auf 40:43 ran (19.). Bei den Bambergern funktionierte eigentlich nur noch der Dreier. Scharfschütze Richard Balint & Co. schmissen bis zur Pause neun von 19 Distanzwürfen und konnten so eine knappe Führung verteidigen.

Nach der Halbzeit fand Bamberg wieder den Fokus, stabilisierte sich – und die Partie trudelte aus. Drei Minuten vor Schluss erhoben sich die 4249 Fans und begannen mit der Siegesfeier.

Bester Hamburger Werfer war Devon Daniels (17 Zähler). Center Martin Breunig verpasste um Handbreite den Dunk des Jahres. Und befand hinterher: „Es ist keine Schande, gegen die zu verlieren. Aber es ist das zweite Spiel hintereinander, wo unsere Quoten offensiv einfach nicht gut genug sind. Wir sind eigentlich in einer guten Position. Aber wenn wir die offenen Dreier nicht reinwerfen, dann sieht das natürlich bitter aus.“ Zum Abschluss beteuerte er: „Wir versuchen noch weiter und weiter Gas zu geben.“ Auch wenn die Saison erneut im Niemandsland der Tabelle endet …

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