Der Start in die Easycredit Basketball-Bundesliga war für die VET-Concept Gladiators Trier wie ein Rausch. Der Aufsteiger gewann viermal in Serie! Alles erschien leicht und spielerisch. Jetzt ist der Überraschungs-Aufsteiger im Arbeitsalltag angekommen. Und siegt trotzdem weiter!

Gegen Rasta Vechta erkämpfte sich Trier ein 96:87 (41:43) und bleibt zu Hause ungeschlagen. Für einen war der fünfte Sieg im sechsten Spiel dabei etwas ganz Besonderes: den Sportlichen Leiter der Gladiators, Ralph Held (67). Denn er gewann das Familien-Duell gegen seinen Sohn Christian (33), den Chef-Trainer der Gäste.

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Christian wurde in Trier geboren. In Oldenburg und Rostock hatten Vater und Sohn zuvor für den gleichen Klub gearbeitet. In Rostock war Christian als Headcoach sogar formal der Chef seines Vaters, der ihn als Co-Trainer unterstützte. Nun trafen sie zum ersten Mal als Gegner aufeinander.

„Im Vorlauf ist das mit Sicherheit etwas Besonderes“, sagte Verlierer Christian nach der Partie im Interview kurz angebunden bei Dyn. „Aber sobald das Spiel losgeht, ist es ein Spiel wie jedes andere.“ Auch der Vater bemühte sich, sachlich zu bleiben. Zeigte dann aber doch Gefühle: „Aus meiner Sicht, egal was passiert, der Familienzusammenhalt wird darunter weder leiden noch sonst irgendwie beeinflusst. Das ist mein Sohn, und das ist alles, was zählt. Alles andere ist Makulatur.“

BBL: Vater schlägt Sohn: Überraschungs-Aufsteiger Trier siegt im Familien-Duell gegen Rasta Vechta

In der ausgeglichenen Partie konterten die Kontrahenten immer wieder abwechselnd ihre Läufe. Dem finalen Push der Trierer konnte Vechta dann nichts mehr entgegensetzen.

„Wir waren zu unkonzentriert, hatten zu viele Turnover (19, d.Red.) und haben zu viele Offensive-Rebounds abgegeben. Ich fand, die Energie war über weite Strecken gut, aber die kleinen Sachen haben uns gekillt.“

Apropos gekillt! Ferner war in der 29. Minute auch Teil des größten Aufregers des Spiels, als er von Triers Behnam Yakhchali mit dem Ellenbogen niedergestreckt wurde und kurz benommen liegenblieb.

Um Rebounds zu erklären: Basketball-Legende Schaffartzik schiebt Ton-Mann rum

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Quelle: DYN

Um beim Verteidigen an seinem Mann dranzubleiben, verschafft sich der Aufstiegsheld unsanft Platz, indem er seinen linken Ellenbogen an den Hinterkopf von Ferner donnerte. Die souveränen Schiedsrichter Benjamin Barth und Benedikt Loder schauten sich die chaotische Szene noch mal auf Video an. Danach war die Entscheidung klar: „disqualifizierendes Foul“ – die Rote Karte im Basketball.

Während Yakhchali in die Kabine stapft, gab es in der Halle ein wütendes Pfeif-Konzert und „Schieber“-Rufe. Der verwandelte sich bei den 5368 Fans aber schnell wieder in Jubel.

Beste Werfer des Nachmittags waren Triers Jordan Roland und Alonzo Verge Jr. mit jeweils 26 Punkten.

Roland: „Der Sieg spricht für unsere Team-Chemie.“

Telekom Baskets Bonn – Alba Berlin 70:84

Ex-Serienmeister Alba arbeitet weiter daran, die miese Vor-Saison vergessen zu machen. Mit dem Sieg in Bonn klettern die Albatrosse auf Platz 7. Vor allem die Tiefe im Kader macht den Unterschied, sieben Spieler machen jeweils neun oder mehr Punkte. Top-Scorer der Partie ist Bonns Comithier mit 27 Punkten, sonst punktet aber kein Spieler der Telekom Baskets zweistellig.

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