Im Pokal gescheitert, in der Euroleague die Endrunde verpasst. Nur noch der Meistertitel bleibt den FC Bayern Basketballer. Und der wird nach den letzten Auftritten keine leichte Sache. „Wenn wir so in den Playoffs spielen, verlieren wir“, sagt Weltmeister-Coach Gordon Herbert (66).
Wilde Szene in der BBL: Basketball-Ronaldo haut Trainer um
Für den Top-Coach gilt: „Auf den Kopf kommt es jetzt an. Da muss alles passen. Deshalb habe ich auch zuletzt weniger trainieren lassen. Der Kopf brauchte Training, der Körper Pause!“
Geheimausflug für den Meistertitel
Statt Körbe werfen in der Halle packte Herbert sein Team letzten Mittwoch ein und ging an den Starnberger See.
Bayern werden zum Floßbau-Meister.
In Dreiergruppen mussten die Bayern innerhalb von einer Stunde Flöße bauen, mit dem Equipment, das ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Danach ging es für ein Rennen auf’s Wasser. „Keiner ist untergegangen“, verrät Herbert, der als großer Fan von Teambuilding-Maßnahmen gilt. „Das schweißt die Gemeinschaft noch mehr zusammen, man lernt, sich auf den anderen zu verlassen.“
Zum Play-off Auftakt in der BBL am Samstag (20 Uhr, live bei DYN) im SAP-Garden gegen MBC Weißenfels gilt: „Unterschätzen darf man dieses Team niemals, das nimmt niemand auf die leichte Schulter“, sagt Weltmeister Johannes Vogtmann (32).
Denn: Wenn einer weiß, wie man die Bayern ärgert, dann der MBC!
Im Pokal-Halbfinale ließ Weißenfels den Traum der Münchner vom zweiten Double in Folge platzen, holte am Ende den Titel. Auch das Liga-Spiel in der Hinrunde ging an den Basketball-Zwerg, im Rückspiel siegten die Bayern in letzter Sekunde.
Vor 24 Jahren stand Weißenfels zum letzten Mal im Viertelfinale in der Endrunde. MBC-Geschäftsführer Martin Geissler (41): „Wir haben keine Angst. Bayern hat sich jeden anderen Gegner gewünscht.“
Nach den mut- und orientierungslosen Auftritten zuletzt in der Liga sind die Bayern jedenfalls gewarnt: „Jeder hier weiß, worum es jetzt geht“, sagt Herbert.

