Es ist der größte Umbruch in der Geschichte des 11-maligen Deutschen Meisters und Pokalsiegers Alba Berlin!

Dreizehn Spieler sind weg, acht neue gekommen nach der schlechtesten Saison, die Alba je in der Easycredit Basketball-Bundesliga erlebt hat (Siebter der Hauptrunde, Viertelfinal-Aus gegen Ulm).

Am Mittag meldeten die Berliner die Verpflichtung von Aufbauspieler Bennet Hundt (27). Der gebürtige Berliner ist seit Wochen beim Team und half in der Vorbereitung aus, während Ex-Kapitän Martin Hermannsson noch bei der EM spielte.

Jetzt schließt Alba seine Kaderplanung, gibt Hundt einen Vertrag bis Saisonende und Trainer Pedro Calles freut sich: „Ich kenne Bennet aus unserer gemeinsamen Zeit in Oldenburg. Als sich die Situation in der Vorbereitung ergab, dass er uns helfen kann, musste ich nicht lange nachdenken. Wir sind sehr glücklich, ihn die ganze Saison bei uns zu haben.“ Hundt war schon von 2015 bis 2019 bei Alba unter Vertrag, meist aber für den unterklassigen Kooperationsverein Bernau im Einsatz.

Foto: BILD

Der Deal jetzt macht für alle Seiten Sinn. Hundt, zuletzt in Spaniens zweiter Liga aktiv (Grupo Alega Cantabria), dann vereinslos, kann Alba als dritter Spielmacher helfen und die Berliner fahren weiter ihren heftigen Sparkurs.

Basketball-Fachmagazin berichtet: Sparhammer bei Alba: Etat sinkt um VIER Millionen Euro

Wie das Basketball-Fachmagazin „BIG“ berichtet, habe Alba „laut Aussage von Sportdirektor Himar Ojeda ungefähr die Hälfte des bisherigen Budgets zur Verfügung“. Die Aussage bezieht sich auf den Spieleretat, der letzte Saison bei 8,15 Millionen Euro lag. Heißt also: Alba hat den Spieleretat von rund acht auf ca. vier Millionen Euro runtergefahren, sollte damit aber immer noch die Nummer zwei der BBL sein vor Ratiopharm Ulm.

Superstar feiert unsere Riesen!: Müller meldete sich sofort aus Vancouver

Teaser-Bild

Quelle: Instagram, BILD

Geschäftsführer Marco Baldi hatte bereits in der Sommerpause in SPORT BILD bezüglich des Etats erklärt: „Es ist eine deutliche Reduzierung.“ In Bezug auf das Minus im Gesamtetat (14,67 Mio. Euro) sagte Baldi: „Es könnte nur ein einstelliger Prozentsatz sein, wenn wir ganz weit in der Champions League kommen. Es kann aber auch sein, dass schon nach drei Spieltagen Schluss ist. Und das hat massive Auswirkungen auf das Volumen.“

Fakt ist: Vier Millionen Euro Einsparungen am Kader bedeuten gerundete 27 Prozent weniger im Gesamtetat. So viel spielt Alba in der Champions League wohl kaum ein. Fakt ist aber auch: Der neue Kader findet sich, alle Tests gegen die Bundesliga-Konkurrenz vom MBC, aus Braunschweig (84:69), Hamburg (107:74) und Rostock (96:76) wurden gewonnen. Und die Weichen für die neue Saison, das erste Spiel steigt am 3.10. gegen Trier, sind nun endgültig gestellt.

ttn-36