Die Basketball-Welt setzt global auf Wachstum. Die NBA will 2027 nach Europa expandieren und tritt damit in Konkurrenz zur Euroleague. Auch in Japan und China boomt der Sport.

Nun betritt ein weiterer Player die Bühne, der Basketball ganz neu denkt. Der Name: Project B!

Der ehemalige Facebook- und Google-Manager Grady Burnett und Skype-Co-Gründer Geoff Prentice wollen Tech-Strategien auf das Sport-Business übertragen. Und haben sich zum Start dafür den Frauen-Basketball ausgesucht.

Der Zeitpunkt ist günstig: Die WNBA boomt zwar, aber wegen der vergleichsweise niedrigen Gehälter droht ein Streik. So zählt die Berlinerin Satou Sabally (27/Phoenix Mercury) mit einem Vertrag über 215.000 Dollar pro Saison zu den Top-Verdienerinnen. Leonie Fiebich (25/New York Liberty), die vor einem Jahr mit New York Liberty den Titel holte, kommt sogar „nur“ auf 68.595 Dollar. Kein Vergleich zu den Multimillionen-Deals der Männer …

Die Folge: Die meisten Frauen spielen in mehreren Ligen, wechseln nach Ende der WNBA-Saison häufig zu europäischen Top-Klubs. Fiebich steht aktuell in etwa beim spanischen Meister Valencia unter Vertrag, Luisa Geiselsöder (25/Dallas Wings) in Mersin/Türkei.

Project B: Leonie Fiebich unterschreibt als erste Deutsche in der neuen Frauen-Basketball-Liga

Vergangenes Frühjahr startete zudem in Nordamerika die 3-gegen-3-Liga „Unrivaled“, um in der WNBA-Pause Spielerinnen und Fans eine Alternative zu bieten.

Project B hat ein anderes Konzept. Denn die sechs Teams (à elf Spielerinnen) reisen um die Welt und treten bei sieben Turnieren (jeweils über zwei Wochen) gegeneinander an. Geplant sind drei Stops in Asien, drei in Europa und einer in Nord- oder Südamerika. Später sollen auch Herren-Mannschaften dazukommen.

Burnett nennt es: „Ein System im Formel-1-Stil, gespielt auf einer globalen Bühne, physisch an einem Ort, wo die Fans sind, und digital verfügbar für jeden.“

Foto: BILD

Dafür braucht es Stars: Sophie Cunningham (29), Jonquel Jones (31), die Chefin der WNBA-Spielerinnengewerkschaft Nneka Ogwumike (35) und Alyssa Thomas (33) machten den Anfang. Project B lockt dabei erstmals im Frauen-Basketball sogar mit siebenstelligen Gehältern!

Fiebich ist die erste Deutsche, die unterschrieb. „In dieser Liga spielen die besten Spielerinnen der Welt und die Wettkämpferin in mir will sich mit diesen messen und auch mit ihnen zusammenspielen“, sagt die Nationalspielerin. „Der Fakt, dass wir in sieben verschiedenen Ländern in Weltstädten spielen und uns viel mit den Communitys dort auseinandersetzen, ist auch sehr attraktiv.“

Wie geht das denn?: Basketballerin trifft Wurf ihres Lebens

Quelle: BILD/Instagram

Dazu kommt für sie: „Zum einen ist man Anteilseigner der Liga, man kann also auch bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen. Des Weiteren gibt das Turnierformat den Spielerinnen die Chance, zwischendurch ein bisschen durchzuatmen.“

Start soll schon im November 2026 sein, kurz nach Ende der WNBA-Saison – und damit quasi als Konkurrenz zu „Unrivaled“ und den europäischen Ligen. Der frühere WNBA-Star Alana Beard (43) fungiert als „Chief Basketball Officer“. Als Investoren sind u. a. Tennis-Idol Novak Djokovic (38), Football-Star Steve Young (64/San Francisco 49ers), diverse Firmen und Rockstars der Tech-Szene, aber auch der saudische Entertainment-Konzern Sela dabei.

Barnett bei „Yahoo Sports“: „Wir denken, dass die nächste Multi-Milliarden-Dollar-Company rund um Sport und Entertainment aufgebaut werden wird.“

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