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Favorit gegen Kellerkind – und Bonn behält die Nerven! Die Telekom Baskets gewinnen am Aschermittwoch ihr Heimspiel in der Easycredit Basketball-Bundesliga mit 101:83 gegen Rasta Vechta. Damit festigen sie ihren Platz in der Spitzengruppe. Für die Niedersachsen ist es dagegen ein weiterer Schlag im Abstiegskampf. Dabei war Rasta Vechta mit einem kleinen Erfolgserlebnis angereist. Nach sechs sieglosen Spielen gelang zuletzt ein Sieg gegen Ulm. Doch in Bonn folgt nun der nächste Dämpfer.

Foto: BILD

Plötzlich wird es seltsam still in der Übertragung. 48 Sekunden sind im zweiten Viertel gespielt, es ist 20.23 Uhr. Dyn-Kommentator Chris Schmidt hält inne und sagt live: „Ich will niemanden beunruhigen, aber ich habe leichten Rauchgeruch in der Nase hier. Vielleicht ist es aber nur ein bisschen verbranntes Popcorn, sei’s drum.“ Dann versucht er, die Situation sportlich zu drehen: „Ein Feuer entfacht auf jeden Fall Rasta Vechta.“

TV-Kommentator in Sorge: Rauch-Aufregung in der Basketball-Bundesliga

Was passiert da im Telekom-Dome? Der Hinweis dürfte einige Zuschauer aufgeschreckt haben. Zwei Minuten später folgt zumindest vorläufige Entwarnung. Schmidt sagt: „Übrigens haben sich der Grafiker und ich geeinigt, dass es hier nur nach verbrannter Pizza riecht. Also keine weiteren Sorgen zu Hause angebracht.“

Auch auf dem Parkett läuft nicht alles rund. Ex-NBA-Star Tibor Pleiß steht an der Dreierlinie, will den Ball zu Tommy Kuhse passen. Doch der Versuch landet im Aus. Ein ungewohnter Fehler des Vechta-Riesen. Schmidt kommentiert die Szene so: „Böser Blick von Pleiß Richtung Kuhse.“ Kurz darauf leistet sich der Amerikaner den nächsten Patzer. Ohne Bedrängnis spielt er den Ball direkt in die Hände eines Gegenspielers. Der missglückte Start spiegelt die Probleme der Gäste wider. Bonn nutzt das eiskalt. Das erste Viertel geht mit 32:23 an die Telekom Baskets. Zur Halbzeit steht es 50:42.

Eigentlich ist Alijah Comithier für das Halbzeitinterview vorgesehen. Doch der Bonner winkt ab und geht humpelnd in die Kabine. Für ihn tritt Patrick Heckmann ans Mikrofon. Schmidt erklärt die Szene: „Comithier ist leider umgeknickt, danke an Patrick Heckmann, der hier steht.“ Heckmann analysiert: „Es läuft ganz gut. Defensiv ist Vechta zu oft in unsere Zone gekommen. Das müssen wir abstellen. Weil sonst kann’s gefährlich werden.“

Auch nach Wiederbeginn hält Bonn die Gäste auf Distanz und holt verdient den Heimsieg.

Die weiteren Ergebnisse vom Mittwochabend: Braunschweig – Würzburg 82:87, Ulm – Oldenburg 101:72, Rostock – Bamberg 86:88, Chemnitz – Heidelberg 99:96 nach Verlängerung.

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