Dass Ansu Fati (23) einer der Hoffnungsträger der spanischen Nationalmannschaft war, ist mittlerweile einige Jahre her. Der Linksaußen spielte zuletzt zwar eine solide Saison bei der AS Monaco, doch wurde für die WM trotzdem nicht nominiert – obwohl er es verdient gehabt hätte, wie sein Vater Bori Fati findet.
„Er hat die französische Liga mit Monaco auf einem höheren Niveau absolviert als jeder andere spanische Stürmer. Aber wenn die Nationalmannschaft das nicht so gesehen hat, lässt sich das nicht ändern“, erklärte Fati Senior bei „EremNews“. Trotz dieser Einschätzung sieht er seinen Sohn jedoch nicht unfair behandelt.
Ansu Fati (hier 20), einst der zweitjüngste Debütant Spaniens, lief insgesamt zehnmal für die „Furia Roja“ auf – die Bilanz: zwei Tore, ein Assist
Bori Fati sieht einen anderen Grund für die Nicht-Nominierung: „Hätte Ansu über einen längeren Zeitraum regelmäßig gespielt, wäre er sicherlich wieder in die Nationalmannschaft zurückgekehrt. Das ist klar. Aber er hatte eine schwierige Phase hinter sich, in der er nicht zum Einsatz kam.“ Immer wieder hatte der talentierte Angreifer in den vergangenen Jahren mit Verletzungen zu kämpfen, kam beim FC Barcelona nur sporadisch zum Zuge. Ganze 142 Spiele verpasste Fati mit seinen verschiedenen Blessuren seit seinem Profidebüt 2019.
Ex-Wunderkind Fati: Wie geht’s nach Barça weiter?
In der abgelaufenen Saison, die er als Leihspieler in Monaco verbrachte, kam der Angreifer immerhin 30-mal zum Einsatz und erzielte zwölf Tore. Besonders gegen Ende der Spielzeit fand Ansu Fati seine Form, traf dreimal in sechs Spielen. „Er hat die Saison sehr gut abgeschlossen“, betonte daher auch sein Vater. Doch auch der gute Endspurt reichte nicht für die erste Berufung in die Nationalmannschaft seit Oktober 2023.
„Luis de la Fuente setzt auf andere Spieler, und das muss man respektieren. Wir hatten gehofft, dass Ansu im Kader stehen würde, aber das ist nicht der Fall, und das muss man akzeptieren“, resümierte Bori Fati. Die Zukunft seines Sohnes ist aktuell noch ungewiss. Monaco hat wohl eine Kaufoption im Wert von 11 Millionen Euro, noch ist jedoch nicht klar, ob der Klub diese ziehen wird. Ansonsten würde Fati vorerst zu Barça zurückkehren, wo er noch einen Vertrag bis 2028 besitzt. Eine vielversprechende Zukunft dürfte er dort allerdings nicht haben – will er sich wieder in die spanische Nationalmannschaft spielen, wäre ein permanenter Wechsel wahrscheinlich.

