Die zehnte Pleite in Folge war seine letzte.
Der ehemalige Weltklasse-Handballer [–>Momir Ilic [–>(43) ist nicht mehr Trainer der HSG Wetzlar in der Daikin Handball-Bundesliga. Der Serbe ist als Coach der Mittelhessen am Donnerstag zurückgetreten. Letzter Auslöser seiner Entscheidung war die desaströse 28:38-Niederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf. Auch Co-Trainer [–>Vladan Jordovic[–> (56) verlässt die HSG.
Handball-Trainer tritt zurück
„Für uns als Verein ist dieser Schritt schmerzhaft. Momir und Vladan haben alles investiert, um gemeinsam mit der Mannschaft den Umschwung zu schaffen“, sagt Wetzlars sportlicher Leiter Jasmin Camdzic.
Camdzic weiter: „Dass es nicht gelungen ist, trifft uns alle. Ich zolle Momir und Vladan großen Respekt für ihren konsequenten und verantwortungsvollen Entschluss. Das ist nicht selbstverständlich. Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir eine gute Lösung für die Nachfolge finden.“
Als möglicher Nachfolger ist unter anderem der Isländer Runar Sigtryggsson (53) im Gespräch. Sigtryggsson wurde im Sommer beim SC DHfK Leipzig freigestellt, er steht bei den Sachsen noch bis 30. Juni 2026 auf der Gehaltsliste.
„Wir haben in den vergangenen Monaten viel investiert und unser Bestes gegeben. Die Ergebnisse zuletzt sind für uns genauso ernüchternd, wie für jeden Fan, jeden Sponsor und jeden, der diesen Verein im Herzen trägt“, sagt Ilic, der sowohl als Spieler, als auch als Trainer nie in den Abstiegskampf verwickelt war.
Ilic, der erst im Mai Frank Carstens (jetzt in Leipzig) ablöste, fügt an: „Mir sind der Klub und die Menschen hier in Wetzlar in der Kürze der Zeit ans Herz gewachsen. Deswegen bedauere ich diese Entwicklung sehr. Gleichzeitig übernehme ich in dieser schwierigen Situation Verantwortung. Die Mannschaft braucht einen neuen Impuls.“
Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp geht nun zum vierten Mal in den vergangenen drei Jahren auf die Suche nach einem neuen Chef-Trainer. Seipp: „Ich danke Momir Ilic und Vladan Jordovic für ihren Einsatz und respektiere ihre Entscheidung. Sie sind aber nicht allein für unsere aktuelle Lage verantwortlich. Jeder Spieler muss sich und seine bisherigen Leistungen hinterfragen. Wir brauchen mehr Fokus, ein besseres Mindset im Umgang mit der Situation und die absolute Bereitschaft in jedem Spiel alles, aber auch wirklich alles für den Nebenmann zu investieren.“


