Trotz des dramatischen Klassenerhalts in der Relegation gegen RW Essen war die Stimmung bei Greuther Fürth nach dem Abpfiff alles andere als ausgelassen. Während Spieler und Verantwortliche zunächst den Ligaverbleib feiern wollten, machten die Fans ihrem Ärger Luft.
In der Kurve der Fürther Anhänger wurde ein riesiges Banner gezeigt. Die klare Botschaft darauf: „Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus. Neuanfang jetzt.“
Auch im TV blieb die ungewöhnliche Atmosphäre nicht unbemerkt. Sat.1-Moderator Matthias Opdenhövel sagte: „Hier herrscht gerade eine etwas merkwürdige Stimmung.“ Experte Markus Babbel erklärte: „Die Fans sind scheinbar nicht zufrieden, wie es die letzten Jahre hier gelaufen ist. Da hat sich viel Frust aufgestaut.“
Die Kritik richtet sich offenbar vor allem gegen Geschäftsführer Holger Schwiewagner, den viele Anhänger für die sportliche Entwicklung verantwortlich machen. Unter seiner Verantwortung wurden im Herbst 2024 sowohl Trainer Alexander Zorniger als auch Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi entlassen.
Der Unmut der Fans zeigt sich auch abseits des Stadions. In einer Petition mit dem Titel „Für einen echten Neuanfang – Verantwortung übernehmen und professionelle Strukturen schaffen“ fordern Anhänger Konsequenzen von der Vereinsführung. Neben Schwiewagner steht dabei auch Sportdirektor Stephan Fürstner in der Kritik. In der Petition heißt es: „Wir fordern den Aufsichtsrat und das Präsidium deshalb auf, unverzüglich Konsequenzen zu ziehen und die sportlich verantwortlichen handelnden Personen von ihren Aufgaben freizustellen.“
Trainer Heiko Vogel äußerte sich nach dem Spiel zurückhaltend. Bei Sat.1 sagte er: „Ich kann nachvollziehen, dass auch die Fans Frust haben, das ist auch ihr gutes Recht. Aber ich enthalte mich einer Aussage.“

