Nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus gegen Mali beim Afrika-Cup 2025 hat der tunesische Fußballverband (FTF) die Konsequenzen gezogen: Sami Trabelsi (57) ist nicht länger Trainer der Nationalmannschaft. Die Entscheidung wurde am Mittwochabend offiziell über die sozialen Kanäle des Verbands bestätigt.
„Das Bundesbüro hat beschlossen, das Vertragsverhältnis mit dem gesamten technischen Personal der ersten Nationalmannschaft einvernehmlich zu beenden“, heißt es in der Mitteilung des Verbands auf Facebook.
Trainer-Beben nach Afrika-Cup-Aus
Die Gerüchte hatten sich bereits unmittelbar nach der Niederlage im Elfmeterschießen (2:3) gegen Mali verdichtet – nun herrscht Klarheit. Trabelsi selbst hatte nach der Pleite gesagt, dass das Aus in ihm „große Enttäuschung und großen Schmerz“ hervorrufe.
Trabelsi war erst im Februar 2025 ins Amt berufen worden und leitete insgesamt 18 Länderspiele. Es war bereits seine 2. Station als Chefcoach für die Adler von Karthago. Schon zwischen 2011 und 2013 stand er für 13 Pflichtspiele an der Seitenlinie seines Heimatlandes. Damals trat er nach dem Aus in der Gruppenphase beim Afrika-Cup selbst zurück.
Sportlich hatte der frühere Nationalspieler in der WM-Qualifikation mit 9 Siegen und 1 Unentschieden überzeugt und Tunesien souverän zur Endrunde 2026 geführt. Doch der Auftritt beim Afrika-Cup blieb hinter den Erwartungen zurück. In einer durchwachsenen Gruppenphase (Platz 2 in Gruppe C mit 1 Sieg, 1 Remis, 1 Niederlage) tat sich die Mannschaft schwer, das Achtelfinal-Aus nach langer Überzahl gegen Mali besiegelte letztlich das Ende der Amtszeit.
Wie es an der Seitenlinie weitergeht, ist offen. Der Verband kündigte an, die Nachfolge „zeitnah“ zu regeln, die Vorbereitungen auf die WM 2026 laufen bereits. Klar ist: Trabelsis Zeit als Nationaltrainer endet schneller als erwartet – mit einer bitteren Enttäuschung.
