Pfiffe statt Applaus – und das im eigenen Land!

Nach dem 1:1 gegen Mali am zweiten Spieltag des Afrika-Cups wurden Marokkos Nationalspieler im Moulay-Abdallah-Stadion in Rabat von Teilen des Publikums ausgebuht.

Hakimi-Frust über eigene Fans

Für Kapitän Achraf Hakimi ein absolutes Unding. Der PSG-Star fand auf der Pressekonferenz vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Sambia am Montag klare Worte: „Es ist nicht normal, dass die Fans buhen. Wir brauchen diesen zwölften Mann!“

Hakimi, der sein Turnierdebüt nach überstandener Knöchelverletzung geben wird, zeigte Verständnis für hohe Erwartungen, kritisierte aber den Ton: „Ich weiß, ihr wollt, dass wir gewinnen – aber wir müssen die Gegner respektieren. Das sind keine leichten Spiele.“

Schon beim 2:0-Auftaktsieg gegen die Komoren hatte sich Legende Claude Le Roy kritisch über den Auftritt der „Atlaslöwen“ geäußert – von „zaghaft“ war die Rede. Gegen Mali waren die Fans zunächst lautstark dabei, doch nach dem enttäuschenden Remis kippte die Stimmung.

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Quelle: SportDigital

Hakimi stellt sich schützend vor das Team – und besonders vor Trainer Walid Regragui, der nach dem Mali-Spiel deutlich in die Kritik geraten war. „Wir sind auch nur Menschen, und Kritik tut weh. Aber Regragui hat Großartiges geleistet. Er war bei der WM dabei, hat unsere Mentalität verändert.“

Der Afrikas Fußballer des Jahres 2025 erinnerte daran, dass Marokko sich zwar viel vorgenommen habe, aber auch realistisch bleiben müsse: „Ein Heim-Afrika-Cup hilft uns zwar, macht die Sache aber nicht einfacher.“

Zum Abschluss der Vorrunde braucht Marokko nun ein überzeugendes Ergebnis gegen Sambia (Mo, 20 Uhr), um als Gruppensieger ins Achtelfinale zu ziehen. Wichtig: Hakimi kehrt zurück auf den Platz. „Achraf Hakimi wird morgen spielen. Ob von Beginn an oder später – er wird auf jeden Fall spielen“, kündigte Regragui an.

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