Mit Superlativen soll man bekanntlich vorsichtig umgehen. Doch das Euroleague-Heimspiel gegen Bologna wurde für Basketball-Vizemeister Alba zu einem historischen Desaster.
64:108! In Worten: VIERUNDSECHZIG ZU EINHUNDERTACHT!
44 Punkte Unterschied – die schlimmste Packung, die Alba jemals (seit der ersten Teilnahme 2001/2002) in der Euroleague kassiert hat. Das Hinspiel hatten die Berliner im Dezember noch mit 90:88 nach Overtime gewonnen …
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Zur Erinnerung: In der Berliner Uber Arena spielte nicht der Letzte gegen den Ersten. Sondern das Schlusslicht Berlin gegen den Vorletzten Bologna.
Alba-Trainer Pedro Calles: „Wir hatten heute von Beginn an einen kompletten Blackout“
Berlins neuer Trainer Pedro Calles (übernahm vor 16 Tagen von Israel Gonzalez) war geschockt nach der „Leistung“ seines Teams: „Heute hatten wir von Beginn an einen kompletten Blackout.“ Und das vor 8397 Augenzeugen in der Arena am Ostbahnhof.
Die Zahlen zum Desaster:
– Jedes Viertel ging verloren: 15:27, 18:35, 11:25, 20:21.
Jung, dynamisch und erfolglos: Albas Italiener Gabriele Procida blamierte sich gegen Bologna, kam auf vier Punkte und einen Rebound
Foto: Eden/City-Press
– Nur fünf (!) von 33 Dreier gingen rein. Gabriele Procida (0/4), Will McDowell-White (0/4) und Tim Schneider (0/4), Malte Delow (0/3) und Elias Rapieque (0/3) allein schossen 18 Fahrkarten.
– den besten Lauf hatte Alba in der Schlussminute, als Bologna nur noch zuschaute. Da schaffte Alba sieben Punkte in Folge, konnte den Rückstand von 51 auf 44 reduzieren.
Erschüttert: Die beiden Berliner Profis Jonas Mattisseck (l.) und Malte Delow nach der historischen Pleite
Foto: City-Press via Getty Images
– Nur 16 Fouls von den Berlinern – sie standen fast Spalier, wenn die Italiener im Angriff waren. Für Albas Trainer und Defensiv-Fanatiker Pedro Calles eine schallende Ohrfeige.
– Nach 17 Minuten nahm Coach Calles das erste Time-Out. Da lag sein Team allerdings schon mit 21 Punkten (28:49) hinten.
– Bologna spielte sich in einen Rausch, traf 31 (!) von 35 Zweiern, dominierte dazu das eigene Brett, holte 33 Defensiv-Rebounds. Sechs Spieler punkteten zweistellig. Bei Alba nur Matt Thomas (11 Punkte).
Foto: BILD
Einige der hart gesottenen Alba-Fans äußerten sogar ihren Unmut und pfiffen nach Spielschluss ihr Team aus. Den meisten aber blieb einfach nur die Spucke weg …
Einzig positiv: Nach dieser „Leistung“ sollten die Berliner noch ausreichend Kraft haben, um am Montag (20 Uhr/ live bei Dyn) beim Vierten Heidelberg das Ergebnis etwas knapper zu gestalten. Zumal Calles in der zweiten Hälfte munter durchwechselte, sodass kein Profi mehr als 25 Minuten Spielzeit bekam.
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