Ein Kracher jagt den nächsten. Meister SC Magdeburg empfängt am Freitag (19 Uhr/Dyn/Anzeige) den Vize-Meister und Supercup-Gewinnen Füchse Berlin. Nach dem Ost-Derby steigt am Samstag (18 Uhr/Dyn) das Nord-Derby die SG Flensburg-Handewitt gegen den THW Kiel, dazu am Sonntag kostenlos bei Welt.TV, auf SPORTBILD.de und BILD.de (15 Uhr) ein brisantes Duell Stuttgart gegen Eisenach.
Und als wäre der Spieltag nicht schon spannend genug, führen diese drei Spiele drei ganz besonders interessante und kuriose Situationen und persönliche Duelle herbei …
Kommentator hat es genau gesehen: Schiri klaut Füchse-Star DIESES Tor
Duell Nr. 1: SCM-Star Mertens gegen Berlins Freihöfer
Im Spiel Magdeburg gegen Berlin stehen sich auch die beiden Linksaußen der Nationalmannschaft gegenüber. Olympia-Silber-Held Lukas Mertens (28/Magdeburg) gegen den Neu-Nationalspieler, U21-Weltmeister und derzeit besten Außen der Bundesliga Tim Freihöfer (22/Füchse Berlin). Kurios Mertens war in Teenie-Jahren das Idol von Freihöfer. Der Berliner verrät Sportbild: „Das war ziemlich früh mit 14 Jahren, da hatte ich eine Veranstaltung vom Handball-Verband, da war er auch da und hat bissel was erzählt und Videos gezeigt. Da habe ich seine Karriere ein wenig verfolgt, mir Spiele und Videos von ihm angeschaut. Das hat sich dann aber dann verloren, als ich zu den Füchsen gekommen bin.“ Zurzeit ist Freihöfer erfolgreicher auf dem Parkett unterwegs. 5. Platz der Torschützenliste mit 143 Toren in 22 Spielen (Treffer Quote 78 %), Mertens liegt nach 19 Spielen nur auf Platz 135 mit 35 Toren.
Duell Nr. 2: Flensburgs Kopljar gegen Kiel-Star Duvniak
Im 112. Nord-Derby, im Spiel Flensburg gegen Kiel könnte es zu familiären Verwicklungen kommen. Denn die SG Flensburg-Handewitt verpflichtete wegen der vielen Star-Ausfällen (Smits und Pytlick) den Ex-Fuchs Marko Kopljar (39) nach. Der hatte seine Karriere eigentlich schon beendet und ist verheiratet mit Iva, der Schwester von Kiels Super-Star Domagoj Duvnjak (36). Der trifft also noch einmal auf seinen Schwager. Duvniak schmunzelt: „Ich hatte im Sommer nicht gedacht, dass wir noch mal um Punkte gegeneinander spielen. Aber ich bin unheimlich glücklich, dass Marko die Chance in Flensburg bekam. Für mich ist es nichts Besonderes, gegen ihn zu spielen. Wir haben es schon so getan. Mit Kiel gegen die Füchse, mit dem HSV gegen Zagreb, mit Kiel gegen Zagreb. Schön ist, dass wir uns wiedersehen. Es geht nur um zwei Punkte.“ So oft werden sich beide vielleicht nicht auf dem Parkett begegnen, denn Kopljar kommt nur im Notfall ins Spiel. Der Abwehr-Spezialist: „Ich bin auf der Bank immer bereit, gebe immer 100 Prozent. Egal, ob eine Minute, vier Minuten, sechs Minuten – ich weiß, was meine Rolle hier ist.“
Duell Nr. 3: Kaufmann gegen den neuen Chef in Stuttgart
Dieses Duell, der TVB Stuttgart gegen den ThSV Eisenach, ist mehr als brisant. Denn Eisenachs Trainer Misha Kaufmann (40) sowie die Spieler Simone Mengon und Ivan Snajder wechseln nach dieser Saison von Eisenach zu Gegner Stuttgart.
Als wäre das nicht schon brisant genug, geht es auch noch um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Stuttgart liegt mit nur 10 Punkten auf Platz 15. Kaufmann und seine Eisenacher (10. Platz mit 21 Punkten) könnten mit einem Sieg Stuttgart mit Kaufmanns neuem Boss Jürgen Schweikardt so richtig in die Krise werfen, bei einer Niederlage bekämen die Schwaben frische Luft im Abstiegskampf.
Stuttgarts Kapitän Patrick Zieker über die brisante Konstellation: „Für uns wird das überhaupt keine Rolle spielen. Wir haben unsere Aufgaben und die wollen wir erfolgreich lösen. Wer da gegenübersteht oder wie die Zukunft aussieht, spielt da keine Rolle!“


