Milliarden-Gehälter für Europas Fußballer!

Ein Uefa-Report zeigt: 2023 zahlten die Erstligisten auf dem Kontinent insgesamt 13,2 Milliarden Euro an ihre Profis. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr.

In der Bundesliga wurden insgesamt 1,47 Milliarden Euro für Spielergehälter ausgegeben. Das entsprach im Jahr 2023 rund 41 Prozent der Einnahmen.

Zum Vergleich: Die Premier League lag bei 3,5 Milliarden Euro (49 Prozent der Einnahmen), Spaniens LaLiga bei 1,99 Mrd. (55 Prozent), die italienische Serie A bei 1,48 Mrd. (51 Prozent) sowie Frankreichs Ligue 1 bei 1,43 Mrd. (60 Prozent).

Auch die Gesamtgehaltskosten – für Spieler sowie Trainer- und Betreuerstab – klettern stetig: 2023 lagen diese bei 18 Milliarden Euro! 2,07 Mrd. davon entfallen auf die Bundesliga. Ein Trend: Die Gehälter der Betreuerstäbe steigen stark an – um 15,6 Prozent von 2023 zu 2024 auf 4,8 Mrd. Euro. Bei Cheftrainern lag dieser Wert sogar bei 21 Prozent.

Wie sieht es auf Klubebene aus? In ganz Europa zahlt Paris Saint-Germain das meiste Geld für Gehälter: 2023 waren es 658 Millionen Euro. Dahinter folgen Manchester City mit 554 Mio., Real Madrid mit 505 Mio., der FC Barcelona mit 476 Mio. und der FC Liverpool mit 449 Mio. Euro.

Von den deutschen Klubs hat der FC Bayern hier die höchsten Ausgaben mit 430 Millionen Euro. Dortmund lag 2023 bei 269 Millionen, RB Leipzig bei 202 Millionen Euro. Bayern hat hinter dem FC Barcelona (1781) den zweitgrößten Staff Europas mit 1347 Mitarbeitern.

Unter den Top-20-Klubs zahlt Tottenham mit 42 Prozent den geringsten Anteil der Einnahmen als Gehälter aus. Bei Aston Villa liegt dieser Wert mit 91 Prozent am höchsten. Bayern liegt hier bei 56 Prozent, der BVB bei 52 Prozent und Leipzig bei 72 Prozent.

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Quelle: DAZN

Die Gehälter schwanken stark, je nachdem, wie erfolgreich die Klubs waren. Wenn Mannschaften wie Arsenal und Aston Villa sich für die Champions League qualifizieren, gehen auch die Bonuszahlungen für die Spieler und damit die Gesamtgehälter hoch. Arsenals Ausgaben stiegen von 270 auf 381 Mio., bei Villa ging es von 223 auf 292 Mio. Real Madrid gehört ebenfalls als Königsklassen-Sieger 2024 zu den Klubs mit höheren Zahlungen an die Profis – 2024 waren es 505 Mio. nach 453 Mio. im Jahr davor.

In einigen Ligen ist das Verhältnis zwischen Einnahmen und ausgegebenen Gehältern ungesund: In Griechenland fließen 98 Prozent des Umsatzes an die Spieler. In der Türkei sind es 88 Prozent, in Belgien 86 Prozent.

Manche Ligen arbeiten daran, bei den Gesamt-Gehältern vernünftiger zu wirtschaften: Bei den Italienern sank der Anteil von 83 auf 66 Prozent. In Frankreich ging es von 89 auf 78 Prozent. Die Bundesliga ist erheblich gesünder aufgestellt. Hier werden 57 Prozent der Einnahmen für Gehälter verwendet.

Der Uefa-Report zu Klub-Finanzen und der Investment-Landschaft im europäischen Fußball wird im Laufe des 7. März veröffentlicht.

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