Der zweite Platz ist wichtig für die Füchse, denn damit würden sie direkt ins Viertelfinale einziehen, das Achtelfinale quasi als Bonus überspringen.
Gidsel einfach geil!: Welthandballer lässt Kommentator ausrasten
Bei den Berlinern geht weiter die Erkältungswelle um: Das Bett hüten muss immer noch Lasse Andersson (30). Krank ist auch Tim Freihöfer (22), fehlt im Kader. Wieder gesund und zumindest mit auf der Bank sitzt Neuzugang Leo Prantner (24).
Improvisieren ist Trainer Jaron Siewert (31) aus den letzten Spielen schon gewohnt. Für Andersson springt wieder U21-Weltmeister Matthes Langhoff (22) auf Halblinks ein und wie! Nach dem tollen Sieg gegen Flensburg am Sonntag (36:31) und seinen vier Toren aus acht Versuchen sagte Langhoff noch: „Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung, aber ich muss an meiner Wurfquote arbeiten.“ Die hat an diesem Abend in der ersten Hälfte (15:12) Gidsel-Ausmaße. Langhoff trifft blitzsauber sechs von sieben Versuchen.
U21-Weltmeister holen Sieg in der Königsklasse
Dyn-Kommentator Markus Götz (51) begeistert am Mikro: „Der macht hier heute den Gidsel-Move.“ Gemeint ist damit Welthandballer Mathias Gidsel, der eigentlich bei den Füchsen in jedem Spiel die meisten Tore wirft.
Siewert rotiert viel, will seine Stars schonen, die Kräfte verteilen. Füchse-Boss Bob Hanning (57) freut sich auf der Tribüne, dass zeitweise mit Langhoff (9 Tore), Nils Lichtlein (5 Treffer), Max Beneke (2 Tore) und Torhüter Lasse Ludwig (11 Paraden) vier U21-Weltmeister gleichzeitig auf dem Parkett stehen. Für den kranken Freihöfer darf diesmal Nils Lichtlein die Siebenmeter werfen.
Die Füchse starten mit einem 7:1-Lauf (10.) ins Spiel. Mehrmals beträgt der Vorsprung sechs Tore (14:8/23.). Schrumpft aber immer wieder auf zwei Tore (18:16/37.) Mit Hilfe von Welthandballer Mathias Gidsel (9 Tore/ ganz ohne ihn geht es dann doch nicht) bringen die Jungstars den Sieg ins Ziel. Am Ende macht sogar der A-Jugendliche Jan Grüner (18) sein erstes Champions-League-Tor.


