Die Steuereinnahmen aus dem deutschen Profifußball belaufen sich laut der neuen McKinsey-Wirtschaftsstudie für die Saison 2023/24 auf rund 4,6 Milliarden Euro netto pro Jahr. 42 Prozent dieser Steuern und Abgaben zahlen die 36 Profiklubs selbst, 58 Prozent entrichten Vermarkter und Lizenznehmer (TV-Sender, Sponsoren oder Ausrüster) sowie Zulieferer und vom Fußball profitierende Unternehmen wie die Gastronomie/Hotels, das Baugewerbe oder die Wettanbieter.

Die Staatseinnahmen durch den Profifußball übersteigen damit die Kosten für die Bundespolizei, die im Bundeshaushalt 2024 mit 4,2 Milliarden Euro veranschlagt waren.

SHORT: Hoeneß-Klartext zu Müller

Quelle: BILD

Trotzdem ist es rechtens, dass die Vereine die zusätzlichen Polizeikosten bei Hochrisikospielen tragen sollen. Ein entsprechendes Urteil fällte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Rechtsstreit der DFL mit Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (73/SPD). Die DFL hatte vergeblich argumentiert, dass die Sicherheit im öffentlichen Raum eine hoheitliche Aufgabe sei, die nicht „privatisiert“ werden dürfe.

Weitere wichtige Zahlen aus dem McKinsey-Report, der in Teilen auf dem SpoBis-Kongress in Hamburg thematisiert wurde:

– Die Wertschöpfung durch den deutschen Profifußball beläuft sich in der Saison 2023/24 auf 14,2 Milliarden Euro.

– Im System Profifußball arbeiten 147.000 Angestellte in Vollzeit. Inklusive der Teilzeitstellen schafft der Fußball mehr als 200.000 Arbeitsplätze.

– Für 41 Prozent der Befragten stellt die Bundesliga einen „bedeutenden Lebensinhalt“ dar (zum Vergleich: Kirche: 12 Prozent).

DFL-Geschäftsführer Marc Lenz: „Die Bundesliga wirkt – und zwar positiv und für das ganze Land.“

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