Wie SPORT BILD weiß, stehen beim Thema Sicherheit zwei Ansätze im Vordergrund: Dickere Rennanzüge, die den Luftwiderstand erhöhen, sollen bei den Speedrennen (Super-G und Abfahrt) die Geschwindigkeit reduzieren. Bis zu 150 km/h sind derzeit auf den Abfahrten drin. Auf komplett vereisten Strecken reichen Mini-Fehler, um die Kontrolle zu verlieren. Ein entsprechendes Reglement könnte schon im nächsten Winter stehen. Schnittfeste Unterwäsche soll in Zukunft zudem die messerscharfen Stahlkanten der Skier abblocken und brutale Fleischwunden bei Stürzen verhindern.
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Noch etwas länger wird es dauern, bis die im Fersenbereich elektronisch auslösende Bindung kommt. Damit die Skier trotz der extremen Schläge während der Fahrt nicht von den Schuhen fliegen, müssen die mechanisch auslösenden Sicherheitsbindungen extrem hart eingestellt werden. Erst wenn eine Kraft von zwei Tonnen auf den Fuß einwirkt, löst das System aus. Oft fliegen deshalb selbst bei Stürzen die Skier nicht weg und verursachen schwere Knieverletzungen.
Eine elektronisch auslösende Bindung würde sich auf Sensoren verlassen, die Bewegungen genau aufzeichnen und blitzschnell erkennen, wenn es sich um einen Sturz handeln muss. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert bereits der Airbag, der seit diesem Winter in den Speedrennen Pflicht ist und am Oberkörper für ein fünf Zentimeter dickes Luftpolster sorgt. Die vielen Ausnahmegenehmigungen für Fahrer, die ihn nicht tragen wollen, soll es kommenden Winter nicht mehr geben.
Den Nervenkitzel soll der Sport dennoch nicht verlieren. Wie SPORT BILD erfuhr, wird deshalb bereits konkret darüber nachgedacht, Abfahrten bei Dunkelheit unter Flutlicht durchzuführen. Der österreichische WM-Ort Saalbach soll ein möglicher Austragungsort sein. Beim Slalom sind Nachtrennen bereits etabliert und sorgen für einen Riesenansturm. Rund 40 000 Zuschauer stehen in Schladming jedes Jahr an der Piste.

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Klar ist bisher auch, dass die Skier nicht künstlich langsamer gemacht werden sollen. Die Italienerin Sofia Goggia (32) sagte kürzlich: „Wir haben Waffen an den Füßen.“ Atomic-Renndirektor Christian Höflehner macht aber das Dilemma klar: „Unser Job ist es, Rennen zu gewinnen. Wenn wir einen Ski haben, der 20 Prozent sicherer ist, aber eine halbe Sekunde langsamer, werden wir damit keine Freude haben.“

