Es war jahrelang ein Tabu-Thema beim FC Bayern: Ausstiegsklauseln für Spieler wurden nicht gestattet, damit der Klub zu jeder Zeit die Transferhoheit hat. Am Mittwoch enthüllt SPORT BILD, dass dieses No-Go schon mit der Verpflichtung von Harry Kane vor eineinhalb Jahren gefallen ist. Der Kapitän der englischen Nationalelf kann die Bayern dank einer gestaffelten Ausstiegsklausel vorzeitig verlassen. Für den kommenden Sommer soll die Summe bei rund 80 Mio. Euro liegen. Im Jahr darauf sinken.

Der Vorgang zeigt, wie mächtig Spieler geworden sind. Bayern hätte Kane ohne die Exit-Option wohl nicht bekommen. Bei der Vertragsverlängerung mit Jamal Musiala sieht es ähnlich aus. Er fordert eine Klausel in Höhe von 175 Mio. Euro. Bayern ist bereit zuzustimmen, um den Superstar zu halten.

Die Zeiten, in denen die Vereine immer am längeren Hebel sitzen, sind ohnehin vorbei. Um international mithalten zu können, muss man flexibel sein – das geht allen anderen auch so. Erling Haaland wäre ohne Ausstiegsklausel nie in Dortmund gelandet. Er hat sogar bei der Vertragsverlängerung bei Manchester City auf Exit-Optionen für Klubs wie Real Madrid oder den FC Barcelona bestanden.

Das Einzige, was Stars heute verlässlich an ihre Klubs bindet, ist Erfolg. Je mehr, desto besser. Klauseln hin oder her!

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Quelle: BILD

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