Rückrunden-Auftakt ist wie Hinrunden-Ende – so kurios ist der Spielplan der Daikin Handball-Bundesliga.

Ende Dezember gewann die TSV Hannover-Burgdorf 32:30 beim SC DHfK Leipzig. Sonntag krallte sich die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Christian Prokop beim nervenaufreibenden 24:23 (12:9) auch das Rückspiel gegen die Sachsen. Ein Profi der Niedersachsen sah den Sieg nur in zivil.

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Verletzungs-Schock bei Handball-Topklub

Martin Hanne, der im Sommer zu Frisch Auf Göppingen wechselt, konnte nur zuschauen. Der Rückraumspieler zu SPORT BILD: „Ich bin im Training nach einem Sprungwurf unsauber gelandet und umgeknickt. Die Syndesmose ist angerissen, zum Glück nicht durchgerissen. So sind es jetzt vier bis sechs Wochen Pause.“

Personalprobleme aber auch bei den Leipzigern. Nationalspieler Franz Semper (Schambein) fiel wie Rechtsaußen Lukas Krzikalla aus, Spielmacher Andri Mar Runarsson quälte sich angeschlagen auf die Platte.

Und wer quält in den Startminuten Hannover-Burgdorf? Ex-Keeper Domenico Ebner im Tor der Sachsen. Bis zum ersten Treffer der Gastgeber durch Kapitän Marius Steinhauser dauert es satte 315 Sekunden.

Beiden Teams war die fehlende Spielpraxis durch die WM-Pause anzusehen, gewohnte Abläufe klappten nicht reibungslos. Nach 15 Minuten lag Prokops Team 4:6 hinten, zur Pause führte der Gastgeber jedoch knapp mit 12:9 vor 9900 Zuschauern in der ausverkauften ZAG-Arena.

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Hannover-Burgdorfs Sportchef Sven-Sören Christophersen: „Die Abwehr passt, vorn ist es ausbaufähig.“ Leipzig-Keeper Ebner kritisch: „Neun Tore in einer Halbzeit passen nicht zum Leipziger Spiel.“

Nach der Pause reihte sich weiter Fehler an Fehler, es war keine Partie für Handball-Feinschmecker. In der 50. Minute sah Hannovers Steinhauser nach dritten Zeitstrafe Rot, die Schlussphase wurde zum Krimi, weil Leipzig trotz sechs Toren Rückstand (16:10/35.) nie aufgab.

Das glücklichere Ende feierte Hannover-Burgdorf, weil die abwehrstarken Niedersachsen in den entscheidenden Momenten eine kleine Spur effektiver im Angriff waren. Auch Leipzigs Simon Ernst flog nach der dritten Zeitstrafe (59.) von der Platte.

SG BBM Bietigheim – HSG Wetzlar 27:28

Die HSG Wetzlar arbeitet sich ins gesicherte Mittelfeld vor, gewinnt den Keller-Krimi in Bietigheim. Kurios: Das Siegtor wirft Georg Löwen schon 3:22 Minuten vor dem Ende, danach „glänzen“ beide Teams mit technischen Fehlern und Fehlwürfen. Lichtblick für Bietigheim: Rückraum-Ass Tom Wolf feiert nach schlimmer Verletzung sein Comeback, wirft sieben Tore.

HC Erlangen – SG Flensburg-Handewitt 26:32

Pflichtsieg zum Debüt: Flensburgs neuer Trainer Ales Pajovic startet mit zwei Punkten beim abstiegsbedrohten HC Erlangen. Die Truppe von Martin Schwalb präsentiert sich aber stark verbessert, hält gut mit und schnuppert beim 23:23 an der Sensation. Am Ende sind elf Tore von Emil Jakobsen und zehn Paraden von Benjamin Buric aber zu viel für die Franken, die im Tor nochmal nachgelegt haben: Für den verletzten Khalifa Ghedbane wurde Finn Zecher aus Nettelstedt geholt, was eine kleine Torwart-Rochade auslöste.

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