Jetzt wird es ganz schwer mit dem historischen Viertelfinal-Traum!
Österreich verliert sein vorgezogenes Hauptrunden-„Finale“ bei der Handball-WM gegen Ungarn knapp mit 26:29.
Damit sind die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale rapide gesunken. Es wäre das erste Mal überhaupt in der Nachkriegszeit, dass die Österreicher es bei einer Weltmeisterschaft unter die besten Acht schaffen würden. Doch dafür muss nun ein kleines Wunder her.
Schiri-Blackout: Dreister Tor-Klau bei Handball-WM!
Österreich-Kapitän Sebastian Frimmel (29/spielt in Ungarn bei Szeged) vor der Partie im Krone-Interview: „Natürlich schwingt das Viertelfinale im Kopf mit. Das ist unser großer Traum. Wir sind hierhergekommen, um darum zu kämpfen.“
Und zur Halbzeit sieht es gut aus, Frimmels Team liegt gegen die leicht favorisierten Ungarn auf Kurs, führt 13:12. Aber die Ungarn, die in der halbleeren Halle im kroatischen Varaždin (nur 40 Kilometer von der Grenze zu Ungarn entfernt) die Fan-Überzahl haben, schlagen zurück.
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Aus Österreichs Zwei-Tore-Führung zu Beginn des zweiten Durchgangs wird ruckzuck ein Zwei-Tore-Rückstand. Deutlich zu sehen: den ersatzgeschwächten Ösis (Janko Bozovic, Boris Zivkovic und Kapitän Mykola Bilyk fehlen) schwinden die Kräfte.
Nun braucht Österreich ein Handball-Wunder
TV-Experte und Deutschlands Ex-Nationalspieler Paul Drux (29) bei Sportdeutschland.TV: „Man merkt in der zweiten Halbzeit, dass bei Österreich ein Substanzverlust zu spüren ist. Mehr als bei den Ungarn.“
Bitter: Ausgerechnet Kapitän Frimmel trifft neun Minuten vor dem Ende völlig frei nur die Latte, hätte sein Team wieder auf ein Tor ran bringen können. Stattdessen zieht Ungarn im Gegenzug auf drei Treffer davon und lässt nichts mehr anbrennen.
Österreichs (aktuell 3 Punkte) Handball-Sensation ist dadurch nur noch theoretisch möglich. Sie müssen nun gegen die Niederlande gewinnen (Samstag, 20.30 Uhr) und parallel auf einen Patzer der Ungarn (5 Punkte) gegen das in der Hauptrunde noch punktlose Katar hoffen. Außerdem dürfte Nordmazedonien (4 Punkte) nicht gegen die bereits als Gruppensieger feststehenden Franzosen punkten.


