Es sollte seine Weltmeisterschaft werden. Sollte …
Für Handball-Weltstar Sander Sagosen (29, Kolstad IF) ist die WM bereits gelaufen, ehe sie in die heiße Phase geht.
Die überraschenden Niederlagen im Turnier gegen Brasilien (26:29) und Portugal (28:31) sorgten für Frust bei den Norwegern. Das angepeilte Halbfinale beim Heim-Turnier fast weg. „Das ist ein großer Schlag für mich und das Team“, sagt Sagosen.
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Immerhin: Nach dem WM-Krimi gegen Spanien (25:24) in der Hauptrunde der Weltmeisterschaft keimt beim Co-Gastgeber wieder etwas Hoffnung auf, doch noch die K.o.-Phase (Viertelfinale) erreichen zu können. Dann aber ohne Sander Sagosen!
Handball-WM: Norwegen hofft, aber WM-Aus für Sagosen!
Der Rechtshänder musste zwei Minuten vor Ende der Partie das Feld humpelnd verlassend. Er hatte zuvor einen Stich in der rechten Wade verspürt und war zu Boden gegangen.
Die Untersuchungen der norwegischen Mannschaftsärzte bestätigen, dass Sagosen die kommenden Spiele verpassen wird. Bei der Ultraschalluntersuchung wurde eine kleine Verletzung in der Wade festgestellt. Sagosen soll aber auf Wunsch von Trainer Jonas Wille aber weiter im WM-Kader bleiben – als mentale Unterstützung. Wille nominiert keinen Spieler als Sagosen-Ersatz nach.
„Es wird wahrscheinlich etwa vier Wochen dauern, bis er wieder voll einsatzfähig ist“, sagt der norwegische Nationalmannschaftsarzt Thomas Torgalsen. „Aber Sander hat uns schon einmal mit einer schnellen Rückkehr überrascht. Auf jeden Fall fällt er für die restlichen Spiele der Hauptrunde aus.“
Läuft alles normal, wäre das Turnier für Norwegen dann eh gelaufen.
Keine einfache Zeit für Sander Sagosen. Sein Wechsel 2023 vom THW Kiel nach Kolstad sollte der Wendepunkt im norwegischen Handball und der Beginn des Vorzeige-Projekts in Kolstad sein. Gelang beides nicht. Und jetzt auch noch das WM-Aus vor der Haustür …


