Die deutsche Nationalmannschaft hat den ersten großen Schritt auf dem Weg ins Viertelfinale der Handball-Weltmeisterschaft in Oslo (29.1.) gemacht.
Drei Erfolge in der Vorrunde gegen Gegner, die sicher unangenehm zu spielen und gegen den Olympia-Zweiten besonders motiviert waren.
Aber, und das ist auch die Wahrheit: Wer nach zwei Halbfinals in Folge und Silber bei den Olympischen Spielen den nächsten Schritt machen will, der MUSS gegen Polen, die Schweiz und Tschechien auch gewinnen. Sich darüber freuen? Auf jeden Fall! Aber dann auch voller Fokus auf die nächsten Schritte in der Hauptrunde.
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Gegen Titelverteidiger Dänemark kommt’s zur Neuauflage des olympischen Finales von Lille. Die Dänen machten uns am 11. August zu Statisten, ließen Johannes Golla & Co. oft wie Lehrjungen aussehen. Vor 15.000 stimmgewaltigen skandinavischen Fans droht in Herning Danish Dynamite 2.0!
Unsere Handballer sind bei der WM klare Außenseiter, den letzten Sieg gab’s 2016 im Test in Köln (33:26). Fast neun Jahre liegt er zurück. Das deutsche Team kann frei aufspielen und sich auch eine Niederlage erlauben, ohne das Viertelfinale aus den Augen zu verlieren. Im Gegenteil! Pflicht-Siege gegen Italien und Tunesien sichern die K.o.-Phase, auch wenn die Dänen uns vorher wieder überrollt haben sollten.
Eine wichtige Erkenntnis für die anstehende Hauptrunde: Die DHB-Auswahl darf sich nicht nur auf die artistischen Fangkünste ihrer Torhüter verlassen.[–> Andi Wolff und David Späth stehen wie eine Wand, werfen sogar Tore (Späth). Aber im weiteren Verlauf des Turniers wird das allein nicht reichen.
Eine weitere Erkenntnis:[–> Wenn die deutsche Nationalmannschaft weiterhin mit angezogener Handbremse durch die ersten 30 Minuten ruckelt, wird’s nicht reichen. Dreimal eine erste Halbzeit ohne das nötige WM-Niveau.
Er trifft sogar selbst!: Wolff-Ersatz mit Mega-Paraden
50 Prozent Vollgas sind bei der WM zu wenig, um die Ziele zu erreichen.
„Wir brauchen offensichtlich immer Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen“, formuliert es Bundestrainer Alfred Gíslason mit einem Grinsen. Was er fordert und was seiner Mannschaft ganz offensichtlich fehlt, ist die Leichtigkeit. Was bei Olympia noch spielerisch leicht von der Hand ging, muss hier hart erarbeitet werden.
Deshalb einfach mal loslassen, den Kopf ausschalten, die Bremse lösen und mit Spaß und Energie die Weltmeisterschaft spielen. Mit 100 Prozent über 60 Minuten.



