Eine fröhliche, bunte Weihnachts-Show, mit Liedern und feiernden Fans und Zuschauern – an diesem Abend unmöglich.
Der FC Bayern hat auf den schrecklichen Anschlag in Magdeburg reagiert und die geplante Weihnachts-Zeremonie, die für den Nachgang des letzten Heimspiels des Jahres geplant war, kurzfristig abgesagt.
Nach dem 5:1-Erfolg gegen RB Leipzig stellte sich Klub-Boss Jan-Christian Dreesen (57) in die Mitte des Rasens und sprach über das Stadion-Mikro zu den Fans. Er erklärte: „Dass ich jetzt hier stehe, haben wir uns völlig anders vorgestellt. Der Hintergrund ist dafür ein schrecklicher. In Magdeburg ist ein grauenvoller Anschlag passiert, vielleicht haben Sie es bereits gelesen. Eine unbestätigte Anzahl Toter und Verletzte, weil ein Mensch mit einem PKW in eine Menge auf dem Weihnachtsmarkt gerast ist. Deswegen haben wir uns ganz kurzfristig entschieden, auf unsere heutige Weihnachtszeremonie zu verzichten.“
Dreesen weiter: „Diese Zeremonie sollte eine fröhliche sein, das passt in diesem Moment nicht. Deshalb möchte ich Sie bitte, alle aufzustehen, weil es richtig und wichtig ist, den Angehörigen und Opfern zu gedenken. Ein Mensch, der aus der Mitte des Lebens gerissen wird. Viele Verletzte auf einem fröhlichen Fest. Das ist etwas, was uns alle betrübt.“
In der Allianz Arena wird es still.
Nach der Schweigeminute sagt Dreesen abschließend: „Das Weihnachtsfest ist ein Fest der Liebe, ein Symbol des Friedens. Deshalb wollen wir ein Lieb gemeinsam singen. Der Tölzer Knabenchor. Es gibt auch bei diesem Anlass kein schöneres Lied, andächtiges Lied, als ‚Stille Nacht, Heilige Nacht‘.“
