Das Schwaben-Derby in der Daikin Handball-Bundesliga ist ein echter Schwaben-Krimi: Der TVB Stuttgart gewinnt quasi in letzter Sekunde mit 30:29 beim Aufsteiger SG BBM Bietigheim.

Aber eigentlich ist das Ergebnis schon nach 38 Sekunden Nebensache. Denn Bietigheims Rückraum-Ass Tom Wolf verletzt sich direkt beim ersten Angriff schwer.

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Wolf kommt im Rückraum von links angeflogen, steigt bei ungefähr neun Metern Torentfernung zum Sprungwurf hoch. In der Luft wird er von Gianfranco Pribetic bedrängt – kein Foul, doch der Kontakt reicht, damit der BBM-Mann unkontrolliert zu Boden geht.

Der 30-Jährige landet fast mit dem gesamten Körpergewicht (97 Kilogramm) auf dem sowieso schon bandagierten linken Arm, bleibt liegen, krümmt sich auf der Platte.

Bietigheim-Trainer Iker Romero (2. v. l.) und zwei Betreuer kümmern sich um Wolf, der sein Gesicht vor Schmerzen im Boden vergräbt

Bietigheim-Trainer Iker Romero (2. v. l.) und zwei Betreuer kümmern sich um Wolf, der sein Gesicht vor Schmerzen im Boden vergräbt

Foto: Dyn

Deutlich zu sehen, dass der 1,97-Meter-Hüne große Schmerzen hat. Auch Trainer Iker Romero kommt zu seinem Spieler, sieht gleich, dass es für ihn nicht weitergehen wird.

Wolf wird von einem Bietigheimer Betreuer aus der Halle begleitet, im Fernsehen ist zu sehen, wie sich das Handgelenk um den linken Daumen scheinbar dunkel verfärbt hat.

Handball-Derby Bietigheim – Stuttgart: Tom Wolf verletzt sich schwer

Sein Unterarm wird anschließend dick einbandagiert und per Schlinge fixiert, er wird noch während der ersten Halbzeit ins Krankenhaus gebracht. Erster Verdacht: Bruch des linken Handgelenks.

Fast schon paradox, dass die Gastgeber danach völlig unbeeindruckt aufspielen. Nach 23 Minuten ist Bietigheim beim 14:7 mit sieben Toren weg. Doch dann wachen nach und nach Stuttgarts Rückraumriesen Kai Häfner und Lenny Rubin auf, zur Pause liegt der TVB nur noch 14:15 hinten.

Vor allem Altmeister Häfner – Europameister 2016 und Olympia-Silbermedaillengewinner 2024 – regiert fast nach Belieben, sorgt vorne für Tore und Assists, zieht hinten sogar Stürmerfouls. Dyn-Kommentator Florian Schmidt-Sommerfeld tief beeindruckt: „Das ist mal eine Ansage, diese zweite Halbzeit von Kai Häfner! Da stimmt ja jede einzelne Entscheidung.“

Stuttgart führt fast die gesamte zweite Halbzeit, doch beim 27:27 durch Till Hermann ist das Spiel wieder komplett offen. Doch am Ende entscheidet der TVB-Rückraum das Spiel für sich: Häfner legt ab für Rubin, der Schweizer Riese trifft drei Sekunden vor Schluss zum 30:29-Sieg.

Der Matchwinner bei Dyn-Moderatorin Lea Rostek: „Das haben wir zusammen gewonnen als Team. In der zweiten Halbzeit haben wir einen richtig guten Kampf geliefert und verdient gewonnen.“

Verrückter Faust-TrefferHandball-Grätsche endet mit Schmerzen

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Quelle: DYN

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