Im nächsten Jahr steigt die WM der Handball-Frauen in Deutschland und den Niederlanden. Gut elf Monate wären noch Zeit, um die deutsche Nationalmannschaft konkurrenzfähig zu machen. Nach der EM-Vorrundenklatsche gegen die Niederlande (22:29) und der deutlichen Niederlage gegen Dänemark (22:30) macht das Spiel gegen Norwegen nun etwas Mut.
Das ging in Wien gegen den Olympiasieger zwar 27:32 (13:19) verloren. Doch der hatte vor allem in der zweiten Halbzeit durchaus Mühe und wurde richtiggehend geärgert. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch zu Beginn jedoch im Angriff zu fehlerhaft und in der Abwehr der Power der Skandinavierinnen nicht gewachsen. Gaugisch in seiner ersten Auszeit nach neun Minuten: „Leute kommt, reißt euch am Riemen!“ 6:2 steht es da.
Handball-EM: Deutschland schlägt sich achtbar gegen Norwegen
Erstes richtiges Achtungszeichen: Mit dem Pausenpfiff sorgt Viola Leuchter (Ludwigsburg) mit einem direkten Freiwurf für Raunen im Publikum. Sie knallt den Ball mit Schmackes über die Mauer zum 19:13 ins Dreiangel.
Nach der Pause steht die Abwehr besser und in der Schlussphase kann Deutschland weiter verkürzen – mit dem wohl kuriosesten Tor der EM. Norwegens Torfrau Katrine Lunde (44) wischt gerade ihren Torraum, als Annika Lott den bereits freigegebenen Freiwurf zum 29:25 ins leere Tor versenkt (54.). Kurz darauf fällt sogar das 29:26 durch Lisa Antl. Mehr verhindert am Ende Lund und etwas Pech.
Annika Lott bei Sportdeutschland.TV: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir können mit einem guten Gefühl hier rausgehen.“ Noch besser, wenn am Ende das letzte Hauptrundenspiel am Mittwoch gegen Slowenien gewonnen wird.
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