Der ganz große Wurf blieb seinen Spielern und Trainer Nicolej Krickau (39) am Ende seiner ersten Saison bei den Füchsen Berlin verwehrt. Nach der Enttäuschung über das verlorene Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona (34:37) verspürt der Coach jetzt aber auch eine große Freude. Krickau: „Endlich kann ich meine Familie nach Berlin holen. Sie werden jetzt im Sommer von Flensburg hierher umziehen, und wir werden endlich wieder alle zusammen wohnen und die Kids werden hier in Berlin auf ihre neuen Schulen gehen.“ Seine Ehefrau Stine (40) und die drei Kinder, Bertram (12), Albe (10) und Billie (5) lebten nach Krickaus Blitzwechsel (im September 2025) zu den Füchsen noch in der Nähe von Flensburg und Krickau teilweise im Hotel.
Dass die Familienzusammenführung fast zehn Monate gedauert hat, erklärt Krickau so: „Wir haben einfach keine passende Wohnung in Berlin gefunden. Wir übernehmen jetzt die von Lasse Andersson. Er geht zurück nach Dänemark, und wir ziehen ein.“ Und Krickau erklärt: „Ich werde im Juli mit dem Umzug beschäftigt sein, die Familie kommt dann im August nach, und am 19. Juli bin ich zurück bei den Füchsen, dann geht die Vorbereitung auf die neue Saison los und wieder voller Fokus.“ Bevor am Mittwoch alle auseinandergehen, haben die Füchse trotz der Niederlage im CL-Finale ihre Saison gefeiert. Krickau: „Natürlich tut es mega weh, und nicht allen war zum Feiern zumute, aber wir wollten Leute wie Dejan Milosavljev oder Lasse Andersson vernünftig verabschieden, die sechs, sieben Jahre hier waren. Die Jungs müssen auch feiern, was sie als Mannschaft, als Gruppe erreicht haben. Und wir, die jetzt bleiben, müssen uns noch einmal aufbauen, haben eine Riesenverantwortung für alle, und dann kommen wir hoffentlich stärker zurück.“
Handballer holt Familie nach: Füchse-Trainer Krickau nicht mehr allein in Berlin
Und er schickt eine kleine Liebeserklärung an seine Mannschaft: „Das war hier in Berlin sehr besonders und sehr beeindruckend für mich, wie charakterstark und gesund unser Kader ist. Deshalb brauche ich mir darüber auch keine Sorgen zu machen. Mit unserer Auswertung, was wir als Gruppe erreicht haben, haben wir eine sehr gute Plattform gebaut, für die Spieler, die hier bleiben. Für uns war die Saison ein Erfolg, es ist eine Megaleistung, zweimal hintereinander in einem Champions-League-Finale zu stehen, vor allem für den Teil der Mannschaft, der schon vor mir hier war und so lange dafür gekämpft hat. Jetzt sind wir hungrig auf mehr und müssen diese Erlebnisse als Antrieb für mehr nutzen.“ Und Krickau schaut auch auf sich zurück, sagt: „Es war ein Jahr, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich bin an einem Ort gelandet, an dem ich mich viel, viel besser fühle als vorher. Das bedeutet aber auch, dass meine Familie und ich hier im ersten Jahr getrennt waren. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, sie zu sehen. Ich freue mich riesig darauf, sie nach Berlin zu holen. Die Emotionen kommen jetzt langsam in mir hoch.“

