Die WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA bringt einige Veränderungen mit sich. Eine Neuerung, die bereits für Kontroversen sorgte, sind die Spieler-Interviews, die während den Halbzeitpausen durchgeführt und direkt ausgestrahlt werden. Weltmeister Christoph Kramer (35) kritisierte diese jetzt scharf.
„Katastrophal. Also das finde ich, das geht nicht“, erklärte der ehemalige DFB-Star im ZDF. Auch Ex-Kollege Per Mertesacker (41) bezeichnete die Halbzeit-Interviews als „schwierig“. Jedes Team muss dafür mindestens einen Akteur bereitstellen – beim Spiel Brasilien gegen Mexiko traf es Seleçao-Kapitän Marquinhos (32).
Kramer: „Das geht wirklich nicht, weil du bist schon in einem Fokus und du nimmst auch jedem Spieler dann drei Minuten, du musst ja noch zu irgendeinem Slot. Du nimmst Marquinhos drei Minuten von einer echt wichtigen Halbzeit. Und da kommt ja auch nichts Vernünftiges bei rum. Also was willst du da sagen?“ Die Aussagen der Spieler seien in einer solchen Situation nur Plattitüden und Standard-Phrasen, kurzum „08/15“, wie Kramer betonte.
NFL-Legende mit Tochter: Süßer WM-Handshake geht viral
WM 2026: ZDF-Expertin über kontroverse Trinkpausen
Eine weitere Neuerung, die keinem Fan entgangen sein kann, sind die obligatorischen Trinkpausen. Diese werden in ausnahmslos jedem Spiel sowohl in der 23. als auch in der 68. Minute durchgeführt – unabhängig von den Wetterbedingungen.
Werder-Trainerin und ZDF-Expertin Friederike „Fritzy“ Kromp (41)
ZDF-Expertin Friederike „Fritzy“ Kromp (41) beleuchtete die Trinkpausen aus der Coach-Perspektive. „Du kannst diese Phase schon nutzen, wir reden von drei Minuten, das finde ich eine lange Zeit. Wenn wir in Deutschland bei uns eine Unterbrechung machen aufgrund von Hitze, dann sind das 90 Sekunden. (…) Das ist schon interessant, verändert das Spiel“, so Kromp. Etwa Brasilien-Trainer Carlo Ancelotti (67) hatte die dreiminütige Unterbrechung genutzt, um seinen Schützlingen mithilfe eines Magnetboards noch einmal einige Taktikanweisungen mit auf den Weg zu geben.

