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Nick Woltemade (24) könnte kurz vor seinem ersten WM-Einsatz mit Deutschland stehen – doch vor dem Auftaktspiel gegen Curaçao (Sonntag, 19 Uhr, Houston) wehrt sich der Newcastle-Stürmer gegen harsche Kritik an seinen Leistungen in England.

Im Interview mit dem „Stern“ sagt der DFB-Star über negative Stimmen in den Medien: „Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht.“

Woltemade: „Bin weiter als Stürmer beurteilt worden“

Fragen zu seiner Torflaute fand Woltemade „falsch“ und „nicht ganz fair“. Er betont: „Bei Newcastle war es so, dass ich auf anderen Positionen ausgeholfen habe, sogar als defensiver Mittelfeldspieler. Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden.“

Hintergrund: Woltemade war im vergangenen Sommer für 75 Mio. Euro vom VfB Stuttgart zu Newcastle gewechselt. Er feierte mit vier Treffern aus den ersten fünf Saisonspielen einen starken Einstand. In den neun nachfolgenden Partien schoss er drei weitere Tore. Aber: In diesem Jahr hat er nur noch ein einziges Ligator erzielt. Anfangs spielte er meist als Stürmer, später auch in defensiveren Rollen – und stand weniger als zuvor in der Startelf.

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Quelle: BILD

Um den Druck im Profifußball besser zu bewältigen, arbeitet Woltemade mit einem Mentaltrainer – den er noch aus seiner Zeit beim damaligen Drittligisten SV Elversberg kennt. Woltemade: „Wir telefonieren alle zwei oder drei Wochen miteinander, manchmal besucht er mich.“

Auch in der DFB-Elf ist Woltemade aktuell nicht gesetzt – Kai Havertz (26) und Deniz Undav (29) erhielten zuletzt den Vorzug. Trotzdem blickt er positiv auf seine Situation: „Ich bin zwar einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied.“ Und weiter: „Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden.“

In den WM-Tests wurde Woltemade gegen Finnland (4:0) eingewechselt, gegen die USA (2:1) kam er nicht zum Einsatz. Deutschlands erstes WM-Spiel findet am Sonntag gegen Curaçao (19 Uhr) in Houston statt.

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