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Das Beste kommt zum Schluss? Nicht in der Handball-Bundesliga! Da stehen sich am Sonntag im letzten Spieltag die zwei Teams gegenüber, die in dieser Saison bisher am schlechtesten performt haben. Der Letzte SC DHfK Leipzig empfängt den Vorletzten GWD Minden. Wobei: Beide Teams spielten am Mittwochabend nicht wie Absteiger. Minden sorgt mit einem 34:30 gegen den THW Kiel gar für eine Sensation, Leipzig verliert beim TBV Lemgo Lippe knapp mit 28:30.

Minden klatscht den THW Kiel weg

„Für uns ist es ein Endspiel“, sagt Mindens Kapitän Malte Donker (28, nächste Saison in Stuttgart) vorm Anpfiff bei Dyn. „Wir brauchen ein Tor mehr und können uns dann auf das Spiel in Leipzig freuen.“ So geht GWD auch ins Spiel. Das Tempo ist hoch, die Abwehr aggressiv. Absetzen kann sich allerdings kein Team, 10:10 steht es nach 15 Minuten. Kurz vor der Pause kassiert Mindens Daniel Astrup Pedersen allerdings Rot. Er hatte Kiels Supertalent Rasmus Ankermann seine rechte Pranke ins Gesicht geknallt. Der musste benommen und mit blutiger Nase von der Platte geführt werden. Minden zur Pause knapp 16:17 hinten.

Foto: BILD

Ein 3:0-Lauf bringt Minden nach der Pause in Front. Und der Vorsprung wird leidenschaftlich verteidigt. Da nutzt auch das Flehen von Kiel-Trainer Filip Jicha in seiner Auszeit nichts: „Keine Hektik. Keine unnötigen Würfe!“ Am Ende steht ein 34:30 für den Aufsteiger, der nach 20 Jahren wieder mal den kriselnden Rekordmeister schlägt und die Entscheidung über den Abstieg noch einmal vertagt. Die Konstellation: Verliert Mitkonkurrent Wetzlar (hat wie Minden ebenfalls 17 Punkte) am Donnerstag in Hamburg, gibt es gar ein Zitterfinale am letzten Spieltag. Dann muss Wetzlar am Sonntag gegen den SC Magdeburg und Minden eben in Leipzig ran. Mindens Tom Bergner: „Es war eine unglaublich geile Leistung. Jetzt gucken wir mal, was am Donnerstag passiert und haben vielleicht unser Endspiel am Sonntag.“

Leipzigs Franz Semper trifft gegen den TBV Lemgo Lippe

Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto

Lemgo triumphiert gegen Leipzig

„So ein Abstieg tut sehr, sehr weh“, sagt Leipzigs Torwart Domenico Ebner vorm Spiel gegen seinen künftigen Klub TBV Lemgo Lippe. Aber: „Es gilt, bis zum Schluss alles zu geben.“ Und das tut Leipzig. Als Staffan Peter das 6:9 erzielt, drückt Lemgos Trainer Florian Kehrmann erstmals auf den Auszeit-Buzzer und schimpft: „Alles, was die spielen, ist vorbereitet. Hey, Jungs! Abwehr!“ Leipzig schludert vorn und scheitert immer wieder an Constantin Möstl im Tor. Die Folge: Zwölf Minuten lang gelingt kein Treffer, Lemgo dreht das Spiel bis hin zum 18:17 zur Pause. Bis in die Schlussphase hinein bleibt es zwar eng. Der 4. Saisonsieg gelingt den Leipzigern, die nun auch als Tabellenletzter feststehen, jedoch nicht.

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