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Vor zwei Jahren wechselte Johannes Thiemann (32) überraschend von Alba Berlin in die B.League nach Japan. Der Welt- und Europameister unterschrieb bei den Gunma Crane Thunders in der Industriestadt Ota und erkundete neben dem Basketball-Feld mit seiner Frau Marie die asiatische Kultur. Noch im April zeigte das Paar stolz per Social Media ihr japanisches Haus. Doch jetzt ist „owari“ – Schluss!

Thiemann verabschiedete sich in einem emotionalen Statement auf Instagram von seinem Klub. „Ich bin als Spieler und Person gewachsen, habe Erinnerungen erschaffen, die ich nie vergessen werde, und auf dem Weg unglaubliche Menschen getroffen“, schreibt der Big Man (2,06 Meter) und dankt Fans, Mitspielern, Trainern und Management. „Ich bin dankbar für alles, was wir zusammen erlebt haben.“

Der gebürtige Trierer hatte in der abgelaufenen Saison von November bis Ende Januar wegen einer Gehirnerschütterung knapp drei Monate gefehlt. In 36 Partien für die Thunders kam er im Schnitt auf 11,4 Punkte, 6 Rebounds und 2,7 Assists. Am 26. April verpasste Thiemann mit 28 Punkten gegen Levanga Hokkaido nur knapp seine Karriere-Bestleistung (29) – doch dann verletzte er sich erneut und verpasste die Playoffs. Ohne „J.T.“ schieden die Thunders im Viertelfinale aus …

Nach Aus in Japan: Basketball-Weltmeister Johannes Thiemann sucht neuen Klub

„Wenngleich ich wünschte, ich hätte dem Team in der finalen Phase der Saison mehr helfen können, bin ich dennoch stolz auf die Zeit, die ich hier verbracht habe, und dankbar für alle Erfahrungen, die wir zusammen gemacht haben“, fasst Thiemann zusammen.

Wohin es ihn nun zieht, ist offen. Das Paar hat eine Wohnung in Berlin. Im entscheidenden fünften Viertelfinale von Alba gegen Rasta Vechta (98:89) feuerte er sein Ex-Team mit seiner Frau auf der Tribüne an. Doch eine sportliche Rückkehr ist unwahrscheinlich. Der Nationalspieler (110 Länderspiele) verdiente in Japan rund 1 Mio. Euro pro Saison – und wäre für die Berliner unter diesen Bedingungen nicht bezahlbar. Zumal sie auch kommende Saison „nur“ in der Champions League antreten.

Vor seinem Wechsel nach Japan gab es für Thiemann mehrere Angebote von Euroleague-Klubs. Und sein Vertrag mit den Thunders beinhaltete schon vor einem Jahr die Option, gegen Ablöse in die europäische Königsklasse zurückzukehren. Doch damals gab es offenbar kein verlockendes Angebot.

Der einzige Klub aus der Easycredit BBL, bei dem Thiemann realistisch landen könnte, wäre der FC Bayern. Doch auf den großen Positionen „4“ und „5“ müssten die Münchner mit ihrem neuen Sportchef Thorsten Leibenath (51/kommt aus Ulm) zuvor den Kader ausmisten. Denn für nächste Saison haben dort neben den Nationalmannschaftskollegen Oscar da Silva (27), Johannes Voigtmann (33) und Leon Kratzer (29) auch noch Wenyen Gabriel (29) und Isiaha Mike (28) Vertrag.

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