Nach dem unerwartet schlechten Spiel gegen Hannover (nur 30:30) gewinnen die Füchse Berlin in der Daikin Handball-Bundesliga nach einer Zitterpartie beim ThSV Eisenach 41:38 (17:14) und sind nur noch zwei Siege vom Vizemeistertitel entfernt. Der würde ganz sicher für die erneute Champions-League-Qualifikation reichen.
Der Start ins Spiel ist schwierig für die ambitionierten Berliner. Eisenach hat nicht nur die Haare schön, Trainer Sebastian Hinze überrascht mit neuen Dauerwellen-Locken, die Thüringer spielen in den ersten 30 Minuten verdammt guten Handball. Die Füchse tun sich schwer mit der harten Gangart, bekommen in den ersten 20 Minuten ganz schön was auf die Finger.
Eisenachs Trainer Sebastian Hinze mit neuer Locken-Frisur
5. Minute, erster Härteschock:[–> Milosavljev bekommt von Eisenachs Tillman Leu den Ball mitten ins Gesicht. Stoppt das Nasenbluten mit einem Tampon in der Nase.
9. Minute, zweiter Härteschock: [–>Diesmal haut Justin Kurch Welthandballer Mathias Gidsel um, der klatscht böse aus großer Höhe nach seinem Sprungwurf-Versuch auf den Rücken.
14. Minute, dritter Härteschock: [–>Wieder ist es Tillman Leu, der trifft Gidsel in einer Abwehraktion mitten im Gesicht, bekommt schon die zweite 2-Minuten-Strafe aufgebrummt. In der 17. Minute (beim Stand von 8:7 für Eisenach) geht auch sein Kollege Justin Kurch nach Foul an Lasse Andersson zum zweiten Mal vom Feld.
Zitterspiel in Eisenach: 22 Tore – Super-Dänen ballern Füchse zum Sieg
Erst nach 27 Minuten bekommen die Füchse ein wenig Spielkontrolle, führen zum ersten Mal mit drei Toren. Nach vielen Fehlwürfen und Fehlpässen steht es 14:11 für die Berliner. Die Füchse können sich wieder einmal bei Mathias Gidsel bedanken. Der Däne macht in der ersten Halbzeit acht Tore aus neun Versuchen, ringt Eisenach fast im Alleingang nieder. Beim Stand von 20:15 (35.) scheinen die Füchse auf Siegkurs, doch durch viele Berliner Schlampigkeiten führt Eisenach nach 46 Minuten plötzlich wieder 29:28 – was machen die Füchse nur? Haben die Berliner die Königsklassen-Flatter?
Am Ende sind es wieder die beiden Super-Dänen, die den Berlinern den Sieg retten: Mathias Gidsel (12 Tore) und Lasse Andersson (10 Tore). Andersson bei Dyn: „Das haben wir hier nicht anders erwartet. Die Eisenacher spielen immer hart und kämpfen immer bis zum Schluss. Aber wir haben kühlen Kopf bewahrt.“


