Das kam überraschend! Jan-Lennard Struff (36) hat bei den French Open die zweite Runde erreicht. Der Deutsche gewinnt gegen den Weltranglisten-Zehnten Alexander Bublik aus Kasachstan mit 7:5, 6:7 (6:8), 6:4, 7:5. In der nächsten Runde trifft der Warsteiner auf den Portugiesen Jaime Faria.
Struff: „Es war ein hartes Match unter schwierigen Bedingungen. Es war sehr warm, aber die Unterstützung war gewaltig.“ Die Partie fand auf dem hintersten Platz der Anlage Roland Garros, auf Court 14, statt. Dort gibt es nicht den geringsten Schatten. Temperaturen über 30 Grad machten den beiden Profis das Leben schwer.
Struff nach der Überraschung: „Ich habe jetzt Bock“
Für Struff, die Nummer 80 der Welt, muss dieser Sieg Balsam sein. Seine Bilanz 2026 bislang: achtmal Aus in Runde eins, dreimal in Runde zwei und zweimal gar in der Qualifikation. Nun plötzlich der große Wurf, und das ausgerechnet bei einem der vier wichtigsten Turniere. „Ich habe jetzt Bock“, platzte es bei Eurosport aus ihm heraus. Verständlich, denn die French Open sind sein bestes Grand-Slam-Turnier. 2019 und 2021 erreichte er hier das Achtelfinale.
Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Am Donnerstag muss der Routinier in der 2. Runde gegen den Portugiesen Jaime Faria (22) ran. Gegen die Nummer 115 der Welt ist Struff plötzlich Favorit. In der 3. Runde würde dann ein Kracher warten: Hubert Hurkacz (29/Polen) oder Frances Tiafoe (28/USA). Doch allein schon mit einem zweiten Erfolg in Paris würde Struff wieder unter die Top 70 der Welt vorrücken.

