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Das Handball-Derby zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem ThSV Eisenach war hart umkämpft. Und am Ende wahnsinnig emotional. Nach dem 29:29 kullerten zunächst bei Nationalspieler Franz Semper vor Enttäuschung die Tränen vor der TV-Kamera. Im Kabinengang schluchzte dann auch noch ein zweiter Leipziger.

Foto: BILD

Rechtsaußen Lucas Krzikalla spazierte mit einem grünen Erinnerungstrikot in die Mixedzone. Das hatte ihn der Leipziger Fanclub „Feuerball“ nach dem Spiel geschenkt. Darauf stand: „Deine Leidenschaft lebt immer in uns weiter!“ Hintergrund: Krzikalla muss den Klub nach 16 Jahren am Saisonende verlassen. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Eine Entscheidung, die Krzikalla nur schwer verarbeiten kann.

Tränen bei Lucas Krzikalla! Leipziger Handballer schluchzt plötzlich vor der Kabine

„Es ist schade, ich wäre natürlich gern geblieben“, sagt er zunächst noch gefasst. „Ich muss mich damit abfinden. Es wird und muss weitergehen.“ Auf das Abschiedsshirt angesprochen, was er nun bereits neun Spiele vor Saisonende erhielt, antwortet er: „Es ist natürlich sehr, sehr schön. Ich glaube, eine Bestätigung…“ Dann bricht ihm die Stimme. Er schaut zur Decke, seine Augen füllen sich mit Tränen. Erst nach schier endlosen 20 Sekunden kann er fortfahren. „Ich glaube, eine Bestätigung natürlich auch, dass ich hier im Verein einiges richtig gemacht habe. Dass ich einfach der bin, der ich bin und ich glaube…“ Wieder hat er mit einem Weinkrampf zu kämpfen. „Die Fans wissen das sehr zu schätzen. Es waren viele Jahre. Es bedeutet mir viel.“

Am Ende hatte Krzikalla (im Fanshirt) sein Lachen doch noch wiedergefunden

Am Ende hatte Krzikalla (im Fanshirt) sein Lachen doch noch wiedergefunden

Foto: André Schmidt

Krzikalla, einer der wenigen Identifikationsfiguren der Mannschaft, hatte sich in den letzten Wochen wieder in die Start-Sieben gekämpft und überzeugt. Umso unverständlicher die Entscheidung, die der Klub mit Sparmaßnahmen und einer Verjüngung auf dieser Position begründet hat. Krzikallas Zukunft ist derzeit noch offen. Klar ist nur eins: „Ich werde die letzten Spiele mit Leipzig sehr genießen und alles dafür geben, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Als Tabellen-Vorletzter fehlen Leipzig nur zwei Punkte auf das rettende Ufer. Allerdings geht es nun zunächst zum Noch-Meister Füchse Berlin.

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