Was für ein Rennen von Kimi Antonelli (18)! Der Mercedes-Teenager gewinnt den Großen Preis von Japan – und schreibt damit weiter Formel-1-Geschichte. Mit seinem zweiten Saisonsieg übernimmt der Italiener sogar die WM-Führung und ist damit der jüngste Spitzenreiter seit Lewis Hamilton 2007.
Doch diesmal lief nicht alles glatt: Trotz Pole-Position patzte Antonelli beim Start völlig, fiel binnen Sekunden von Platz eins auf Rang sechs zurück. Ein Albtraum – der sich am Ende in einen Triumph verwandelte.
Auch Teamkollege George Russell (28) kommt nicht gut weg, verliert zwei Positionen und biegt nur als Vierter in die erste Kurve ein. Vorne nutzt Oscar Piastri seine Chance. Der McLaren-Pilot fährt nach zwei Ausfällen endlich seine ersten Rennrunden in dieser Saison – und übernimmt direkt die Führung.
Doch lange passiert an der Spitze erstaunlich wenig. Kaum Überholmanöver, kaum Bewegung – bis das Rennen plötzlich explodiert.
Kurz nach Russells Boxenstopp in Runde 22 kracht es heftig: Oliver Bearman schlägt mit 50G in die Bande ein. Er muss Franco Colapinto ausweichen, verliert die Kontrolle – sein Haas ist Schrott. Die TV-Bilder zeigen, wie er vom Crash-Auto weghumpelt. Die erste Sorge ist groß, doch wenig später gibt es Entwarnung: nichts gebrochen, „nur“ eine Knieprellung.
Bearman musste von den Streckenposten nach dem Crash gestützt werden
Das Safety-Car bringt dann die Wende – und Antonelli zurück ins Spiel. Er und Lewis Hamilton nutzen die Phase für ihren Stopp. Plötzlich ist der Italiener wieder vorne.
Und diesmal macht er keine Fehler mehr. Beim Restart zieht Antonelli davon und lässt der Konkurrenz keine Chance. Russell dagegen rutscht weiter ab, verliert erst einen Platz an Hamilton und wird später auch noch von Charles Leclerc geschluckt. Am Ende reicht es nur für Platz 4.
Trotzdem kann man bei Mercedes jubeln, dank Kimi Antonelli. Zweiter Saisonsieg, erstmals WM-Spitze (mit neun Punkten Vorsprung auf Russell). So jung war seit Hamilton 2007 kein Fahrer mehr ganz oben.
Und Nico Hülkenberg? Für den Deutschen beginnt das Rennen mit einem echten Desaster. Gleich sechs Plätze verliert er am Start, fällt bis auf Rang 19 zurück – direkt hinter Sergio Perez im Cadillac. Doch Hülkenberg kämpft sich zurück, arbeitet sich langsam durchs Feld. Beim Boxenstopp während der Safety-Car-Phase kommt er als Letzter rein – und verpasst am Ende die Punkte nur knapp. Platz 11.

