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Der Rotationsplan ist fürs Erste aufgegangen. Die Basketballer des FC Bayern besiegen in der Basketball-Euroleague Paris mit 81:75 und halten die Hoffnung auf die K.-o.-Phase weiter am Leben.

Zwei Tage nach der heftigen Liga-Heimpleite gegen Vizemeister Ratiopharm Ulm (62:79) zeigen die Bayern ein ganz anderes Gesicht. Sowohl spielerisch als auch personell. Die beiden zuletzt geschonten Welt- und Europameister Andi Obst und Jo Voigtmann (in seinem 300. Euroleague-Spiel) sind zurück. Und das macht sich entscheidend bemerkbar.

Die große Frage in dieser Woche mit zwei Euro-Heimspielen (Donnerstag kommt Monaco in den SAP Garden): Schaffen die Bayern noch die Play-Ins? Trainer Svestislav Pešić vor dem Spiel: „Das ist die Frage, die sich alle Fans stellen, doch es ist schwierig, darauf die richtige Antwort zu geben. Wir haben viele Spiele verloren, acht hintereinander (bevor Pešić im Dezember übernahm, d. Red.). Aber im Sport ist alles möglich. Die erste Herausforderung ist heute Abend.“

Und die meistern seine Mannen hervorragend, obwohl sie mit einem 0:6 in die Partie starten. Doch dann bringt Top-Shooter Obst sein Team aufs Scoreboard. Natürlich mit einem Dreier, von ganz weit draußen. Fortan ist Bayern voll drin im Spiel, erarbeitet sich nach den ersten zehn Minuten eine 21:18-Führung.

Foto: BILD

Im zweiten Viertel geht es zwar temporeich hin und her, doch es fallen plötzlich kaum noch Treffer (nur 26). Magenta-Experte Alex Vogel: „Ein sehr wildes Basketball-Spiel in dieser Phase. Die Bayern lassen sich gerade ein bisschen anstecken.“ Vor allem und ausgerechnet Pešić, der trotz Führung mit einer Entscheidung der Schiedsrichter nicht einverstanden ist, lautstark protestiert – und das technische Foul kassiert. Der 76-Jährige kann sich kaum beruhigen.

Magenta-Kommentator Michael Körner: „Jetzt muss er aufpassen, die Schiedsrichter waren kurz davor, ihm ein zweites technisches Foul zu geben. Jetzt applaudiert er, Vorsicht!“ Sogar als das Spiel schon wieder läuft, redet Pešić noch auf den Schiedsrichter auf seiner Seite ein, steht fast mehr auf dem Spielfeld als in seiner Coachingzone.

Weltmeister Obst ragt heraus: Bayern auch putzen Paris

Vogel: „Kein schönes Basketball-Spiel, das wir hier sehen. Aber die Defensive der Bayern steht.“ Und die sorgt entscheidend dafür, dass der Deutsche Meister mit einer 34:28-Führung in die Halbzeit geht. Und zwar vor den Augen von Bundestrainer Alex Mumbru. Der hat im Halbzeit-Interview bei Magenta gute Nachrichten nach seinen gesundheitlichen Problemen bei der EM: „Ja, ich bin wieder bei 100 Prozent und vollständig genesen. Ich hatte 22 Kilo verloren, aber jetzt bin ich wieder fit.“

Bundestrainer Alex Mumbru (l.) schaute sich die Partie neben Bayern-Präsident Herbert Hainer an

Bundestrainer Alex Mumbru (l.) schaute sich die Partie neben Bayern-Präsident Herbert Hainer an

Foto: Eibner-Pressefoto/Jenni Maul

In das Schlussviertel gehen die Hausherren mit einer 52:49-Führung. Entschieden ist hier noch nichts, auch wenn die Bayern ihre Führung seit Mitte des ersten Viertels durchgehend behaupten. Doch die Münchner bringen den Vorsprung über die Zeit – weil sie sich mal wieder auf Weltmeister Obst verlassen können, der mit 24 Punkten (5 von 10 Dreiern getroffen) herausragt, bester Werfer des Abends ist und sein Team zum Sieg führt.

Stark: Es ist Bayerns sechster Sieg aus den letzten acht Euroleague-Spielen. Halten sie diese Quote, ist noch alles drin in Sachen Play-Ins. Mindestens Platz zehn ist dafür nötig. Bayern bleibt trotz des Sieges 14., Rang zehn ist vier Siege entfernt – und auf diesem liegt der kommende Gegner Monaco (Donnerstag, 20.30 Uhr/Magenta). Motivieren muss Pešić seine Spieler bei dieser Konstellation wohl kaum.

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