Schade! Das Europapokal-Wunder leider verpasst! Die MLP Academics Heidelberg, Tabellenletzter in der Easycredit Basketball-Bundesliga, verlieren auch das zweite Play-In-Spiel in der Champions League gegen Nymburk (Tschechien) – und sind damit raus! Die Fitness First Würzburg Baskets hingegen erzwingen Spiel 3! Die Franken gewinnen zwei Tage nach der Heimpleite gegen Levice (Slowakei). Das entscheidende dritte Spiel zum Einzug in die Runde der letzten 16 steigt am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) – live auf Dyn.
Patrioti Levice – Fitness First Würzburg Baskets 56:74
Weil die Halle in Levice zu klein ist, findet das Spiel in Bratislava statt. Die Halle ist mit 4500 Zuschauern ausverkauft. Die Würzburger sind erst nach Wien geflogen und dann weiter mit dem Bus. Nach dem 89:92 in Spiel 1 am Dienstag legen die Gäste vor allem im zweiten Viertel eine Schippe drauf, führen mit 37:33 zur Pause.
Kurios: Dyn-Kommentator Stefan Koch erzählt von einer überraschenden SMS während der TV-Übertragung: „Headcoach von Levice ist Michal Madzia, der übrigens aus dem gleichen Ort stammt wie Anton Gavel. Und mit dem Bamberger Meisterspieler und Ulmer Meistertrainer und jetzigen Headcoach von Bamberg zusammen Basketball gespielt hat. Das weiß ich, weil Tono Gavel selbst zuschaut und mir diese Nachricht geschickt hat. Dafür erst mal einen ganz herzlichen Dank nach Bamberg.“
Im Gespräch mit SPORT BILD hatte Würzburgs Coach Sasa Filipovski den Sieg bei Levice angekündigt — und behielt recht!
Marcus Carr ist nach seiner Verletzungspause überraschend wieder dabei, ist gleich bester Werfer der Baskets mit 20 Zählern gegen den sechsfachen slowakischen Meister.
Basketball-Spiel abgebrochen: Unglaubliche Szenen in der Champions League
ERA Nymburk – MLP Academics Heidelberg 78:71
Knallhart-Urteil von Dyn-Kommentator Chris Schmidt nach dem 63:72 der Heidelberger am Dienstag: „Das schlechteste Spiel, das ich jemals kommentieren durfte.“ Und diesmal? Die Gäste kommen stark ins Spiel, verspielen aber eine sichere Führung bis zur Pause. Demnach geht es „nur“ mit 38:38 in die Kabine.
Bei den Gastgebern sitzt mit Sir’ Jabari Rice der größte Star nur auf der Bank, kommt nicht zum Einsatz. Kommentator Schmidt rätselt: „Von einer Verletzung ist mir nichts bekannt. Aber interessant, den absoluten Topscorer des Teams nicht einzusetzen. Als einzigen Spieler des Kaders. Da muss etwas vorgefallen sein oder etwas muss dahinterstecken. Topscorer der Champions League, wohlgemerkt mit 21 Punkten pro Partie. Vielleicht beim Warm-up auch verletzt.“
Bitter: In der engen Schlussphase fliegt Heidelberg-Star DJ Horne (mit zwölf Punkten bester Gäste-Werfer) mit seinem fünften Foul raus. Damit fehlt einfach die „Feuerpower“ – und Nymburk hat am Ende leichtes Spiel.


