So wird es nichts mit der K.-o.-Phase…

Ratiopharm Ulm muss einen weiteren Rückschlag im Rennen um die Playoff-Plätze im Basketball-Eurocup hinnehmen. Der BBL-Vizemeister verliert am 13. Spieltag der Gruppenphase trotz couragierter Leistung bei Besiktas Istanbul deutlich mit 76:97. Es ist die fünfte Pleite aus den letzten sechs Spielen auf internationalem Parkett.

Und das, obwohl das Team von Coach Ty Harrelson mutig loslegt und sich im ersten Viertel einen zwischenzeitlichen Sechs-Punkte-Vorsprung erarbeitet (22:16 aus Ulm-Sicht). Beide Offensivreihen laufen direkt heiß, 26:26 steht es nach den ersten zehn Minuten und die Gäste sind voll im Spiel.

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Bitter aus ihrer Sicht aber: Bei einer 36:32-Führung im zweiten Viertel verlieren sie plötzlich den Faden, leisten sich einen fatalen 0:13-Lauf (!) und liegen plötzlich mit 36:45 zurück. Zur Halbzeit heißt es 47:38 für Besiktas.

Ulms bis dato bester Werfer Christopher Ledlum (elf Punkte) im Pausen-Interview: „Wir müssen wieder das machen, was wir im ersten Viertel gemacht haben. Wir haben einige einfache Würfe verlegt. Wenn wir die machen, ist es ein anderes Spiel. Aber wir sind nur neun zurück.“

Ratiopharm Ulm kassiert Eurocup-Pleite bei Besiktas

Doch in den ersten zwei Minuten nach Wiederbeginn werden daraus 15, der Tabellenführer der türkischen Liga (13 Siege aus 14 Partien) läuft den Ulmern davon. Immerhin kann der BBL-Vize den Rückstand vor dem Schlussabschnitt in Grenzen halten (Minus elf).

Doch in Bedrängnis bringt der Bundesligist Besiktas nicht mehr. Im Gegenteil. Bester Werfer bei Ulm: Chris Ledlum mit 17 Punkten, gefolgt von Tobias Jensen mit 15. Top-Scorer des Abends: Besiktas-Star Vitto Brown mit 23 Zählern.

Für Ulm (bisher 5 Siege) wird es nun ein weiter Weg in die Playoffs. Fünf Spiele haben sie noch Zeit. Daraus sind wohl mindestens drei Siege nötig. Aktuell ist Ulm Achter in der Zehner-Gruppe. Die Playoff-Plätze beginnen ab Rang sechs.

Fazit von Ratiopharm-Trainer Harrelson: „Ich finde, unsere Jungs haben gekämpft. Aber den großen Unterschied hat das zweite Viertel gemacht, das wir mit Minus neun verloren haben. Davon haben wir uns nicht mehr erholt.“

Weiter geht’s für die Ulmer am Samstag (20 Uhr live bei Dyn) in der Liga zu Hause gegen die Löwen Braunschweig.

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