Lennart Karl (17) und der Wirbel um seine Aussagen über Real Madrid. Am Dienstag nach dem Testspiel des FC Bayern bei RB Salzburg (5:0) haben die Sportchefs nun verraten, dass sich Karl für seine Worte intern entschuldigt hat!
Sportdirektor Christoph Freund (48) sagte bei Servus TV: „Ihm war sofort bewusst, dass das unglücklich war. Er hat sich am nächsten Tag entschuldigt, und wir haben darüber gesprochen. Er sagte: ‚Das habe ich überhaupt nicht so gemeint‘. Er fühlt sich bei FC Bayern extrem wohl. Er genießt diese Zeit richtig.“
Bayerns Sportdirektor Christoph Freund (48) am Dienstag im Interview bei Servus TV
Freund erklärte: „Als Kind hatte er ein Probetraining bei Real Madrid – das war sein Traumverein. Er wurde gefragt, welcher sein Traumverein neben dem FC Bayern ist. Er ist 17 Jahre alt und sehr glücklich beim FC Bayern. Und wir sind sehr glücklich, dass er bei uns ist.“
Karl hatte am Sonntag beim Besuch des Bayern-Fanclubs „Burgsinn 1980“ für Wirbel gesorgt. Das Juwel des deutschen Rekordmeisters sagte: „Der FC Bayern ist ein sehr großer Verein. Es ist ein Traum, dort zu spielen. Aber irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein.“ Ungewöhnlich offene Aussagen, die viele Fans der Münchner mächtig ärgern.
Nach den Worten von Sportdirektor Freund scheint der Wirbel zumindest intern final aufgearbeitet.
Dazu passen auch die Aussagen von Sportvorstand Max Eberl (52), der wiederum sagte: „Ich habe das völlig entspannt wahrgenommen. Er ist beim Fanklub gewesen, kam dann einen Tag später zu uns und hat gesagt: ‚Ich glaube, ich habe da etwas nicht so ganz Gutes gesagt, was man fehlinterpretieren kann.‘ Für uns ist die Sache vom Tisch. Es war auch nie ein Thema gewesen. Er zeigt seine Leistung auf dem Platz, er fühlt sich sauwohl beim FC Bayern und weiß, was er hier hat. Das ist das, was zählt.“
Eberl sieht Karls Real-Aussagen völlig entspannt
Eberl ging sogar noch tiefer ins Detail, berichtete aus dem Gespräch: „Er kam und hat gesagt, das ist überhaupt kein Thema, er ist Bayern München so dankbar. Und wir haben ein bisschen aus unserer Erfahrung gesagt. Ich habe einen Altmeister gehabt, Hans Meyer. Der hat mir gesagt: ‚Immer über dich selbst sprechen, da machst du keine Fehler und das habe ich ihm so weitergegeben.‘“

Bayern-Sportvorstand Max Eberl (52)
Der Sportvorstand beschwichtigte weiter: „Er hat einfach wie ein 17-Jähriger frei von der Leber gesprochen. Ihr findet das sehr gut. Wir haben damit auch kein Problem, wenn er sich hinstellt und sagt: ‚Es gibt Bayern München, aber es gibt auch andere Vereine.‘ Das ist halt vielleicht heutzutage so.“
Abschließend sagte Eberl: „Ein 17-Jähriger darf auch mal einen Fehler machen. Er darf mal was in seiner Euphorie sagen, von dem er nachher sagt: ‚Das hätte ich anders machen können.‘ Er lernt, auf dem Platz ist er verdammt gut. Er ist eben nicht mehr der Lenny, den keiner kennt, sondern er ist Lennart Karl, von dem ganz Deutschland jetzt weiß, was er kann und was er ist. Das wird er lernen.“

