Am Freitag um 15.51 Uhr traf Borussia Dortmund im Luxus-Resort „Kimpton Los Monteros“ in Marbella ein. Dabei handelt es sich nicht um ein Kurz-Trainingslager zum Sonne-Tanken, sondern eher um Arbeit unter deutlich wärmeren Bedingungen.

Ein Spieler war bei der Ankunft bereits nicht mehr Teil der Mannschaft: Pascal Groß (34). Der Routinier kehrt in die Premier League zurück und schließt sich seinem früheren Klub Brighton an. Am Nachmittag wurde der Transfer offiziell bestätigt.

BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl erklärt: „Pascal ist in den vergangenen anderthalb Jahren ein wichtiger Spieler für uns gewesen, der uns speziell im Endspurt der letzten Saison geholfen hat, die Qualifikation für die Champions League noch zu erreichen. Er ist nun mit dem Wunsch einer Veränderung an uns herangetreten, durch die er sich mehr Spielzeit als bisher in dieser Saison erhofft. Dem haben wir entsprochen.“

Groß sagt: „Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen für Borussia Dortmund spielen zu dürfen. Vor allem in unserem Stadion vor der Gelben Wand aufzulaufen, war jedes Mal ein unbeschreibliches Gefühl. Ich möchte mich beim BVB und den verantwortlichen Personen bedanken und wünsche dem Verein mit seinen unglaublichen Fans alles Gute.“

Darum gibt es beim Groß-Deal nur Gewinner!

Im Konzept von Trainer Niko Kovač (54) hat der Mittelfeld-Stratege zuletzt kaum noch eine Rolle gespielt.

Wohl auch, weil sein Tempo-Defizit gerade in den letzten Monaten noch offensichtlicher wurde. Und Spieler wie Felix Nmecha (25) oder Marcel Sabitzer (31) ihm längst den Rang abgelaufen haben. Und auch von einer Leistungs-Explosion von Königs-Transfer Jobe Bellingham (20) sind Boss Lars Ricken (49), Sport-Direktor Sebastian Kehl (45) und Trainer Niko Kovac (54) immer noch felsenfest überzeugt.

Bei Groß zeigte die Formkurve in den letzten Monaten deutlich nach unten: Seine bescheidene Bilanz nach der Vorrunde der aktuellen Saison: 16 Pflichtspiele, kein eigener Treffer, zwei Vorlagen, kaum noch Einfluss auf das Spiel, nur 732 Einsatz-Minuten.

Um so erstaunlicher, dass Brighton für den in die Jahre gekommenen Star noch einmal richtig Kohle ausgibt. Zwei Mio. Euro Ablöse kassiert Dortmund garantiert. Inklusive Boni kann Borussia im Idealfall sogar drei Mio. Euro abschleppen.

Im Sommer 2024 hatte Dortmund für den Strippenzieher im Mittelfeld 7 Mio. Euro bezahlt.

Pascal Groß (34) spielte unter Niko Kovac (54) kaum noch eine Rolle

Foto: WITTERS

Dass Brighton für eine Rückkehr noch einmal so tief in die Tasche greift, zeigt, welchen Stellenwert Groß beim „The Seagulls“ (zu Deutsch, die Möwen) immer noch besitzt.

Groß selbst erhofft sich von dem Wechsel im Spätherbst seiner Karriere noch einmal eine Leistungs-Explosion. Der 16-fache Nationalspieler weiß, dass er nur noch eine Mini-Chance hat, sich den Traum von der WM in diesem Jahr zu erfüllen, wenn er sich wieder ins Rampenlicht spielt. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hat in den letzten Länderspielen auf die Erfahrung von Groß verzichtet.

Jetzt bekommt Groß in der Premier League die große Chance, sich noch einmal ins Schaufenster für Nagelsmann zu stellen.

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