Advent, Advent, die Hütte brennt!

Der Zoff um die Veröffentlichung der Etats der 18 Klubs der Easycredit Basketball Bundesliga geht weiter. Der scheidende Bayern-Boss Marko Pesic (49) wollte die Offenlegung der Münchner Rekord-Zahlen (Gesamt-Etat: 48,2 Mio. Euro) eigentlich verhindern. Und polterte im Anschluss auf dem Job-Netzwerk „LinkedIn“: „Pseudo-PR“!

Zudem ging er auf die Verantwortlichen der Liga los: „Der Basketball in diesem Land erlebt ein historisches Momentum. Umso auffälliger ist, dass auf Liga-Ebene keine erkennbare Gesamtstrategie existiert, wie dieses Momentum genutzt werden soll, um den Sport nachhaltig zu entwickeln.“

Die Reaktion der Liga auf den Frontal-Angriff ließ nicht lange auf sich warten …

Zoff um Etat-Zahlen eskaliert! BBL-Bosse kontern Kritik von Marko Pesic

„Es ist ein freies Land. Jeder kann seine Meinung äußern“, sagte BBL-Geschäftsführer Dr. Stefan Holz (58) der Deutschen Presse-Agentur (DPA). „Gleichwohl geht Marko mit seinen Aussagen die BBL, das komplette Präsidium und damit alle 17 Klubs frontal an. Ich verstehe das nicht. Ich kann es auch inhaltlich nicht nachvollziehen, was er meint. Er hat herausragende Expertise – es würde mich freuen, wenn er das konstruktiv und in Form von konkreten Vorschlägen einbringt und nicht auf diesem Wege.“

Foto: BILD

Auch Marco Baldi (64) von Münchens Dauer-Rivalen Alba Berlin konterte Pesics harsche Kritik: „Man kann jetzt natürlich vom hohen Ross irgendwelche Dinge beurteilen und in den Senkel stellen. Oder man kann eben mitwirken.“

Baldi sitzt neben seiner Geschäftsführer-Tätigkeit bei Alba auch im Liga-Präsidium. Und plauderte süffisant aus: „In den letzten Jahren war Marko Pesic bei keinem dieser BBL-Meetings, wo die ganzen BBL-Geschäftsführer sich treffen und genau diese Dinge besprechen und dann auch diskutieren und verabschieden.“

Keiner beachtet ihn: Basketball-Kommentator will mitspielen

Quelle: BILD / DYN

Liga-Präsident Alexander Reil (57) von den MHP Riesen Ludwigsburg betonte in der „Ludwigsburger Kreiszeitung“ zudem, dass die Entscheidung zur Veröffentlichung der Zahlen mehrheitlich beschlossen wurde: „Übergangen wurde da keiner. Das ist ein normaler Beschluss gewesen, der mit einer Mehrheit von mehr als zwei Dritteln gefasst wurde.“

Er persönlich habe auch kein Problem mit der Veröffentlichung: „Das sorgt für eine gewisse Transparenz und zeigt, wie sich die Klubs im positiven Sinne entwickelt haben. Insbesondere auch der FC Bayern Basketball, worauf er mehr als stolz sein kann. Das führt zu Diskussionen, aber das ist halt im Sport so.“

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