Trauer im ecuadorianischen Fußball. Der ehemalige Nationalspieler Mario Pineida (33) ist am Mittwoch in der Hafenstadt Guayaquil auf offener Straße erschossen worden.
Sein Klub Barcelona SC schrieb in einer Mitteilung auf X: „Wir bedauern zutiefst, mitteilen zu müssen, dass wir offiziell über den Tod unseres Spielers Mario Pineida informiert wurden, ein Ereignis, das nach einem Angriff auf ihn geschah.“
Pineida, der neun Länderspiele für die ecuadorianische Nationalmannschaft absolvierte und 2022 für den brasilianischen Topklub Fluminense auflief, wurde laut lokalen Medien bei einem Angriff vor einer Metzgerei im Norden der Stadt tödlich getroffen.
Wie das Nachrichtenportal „Primicias“ berichtet, eröffneten zwei Angreifer auf Motorrädern das Feuer auf Pineida, seine Mutter und eine weitere Frau. Laut der Zeitung „El Universo“ soll es sich bei der Frau um Pineidas Ehefrau handeln, die bei der Schießerei ebenfalls ums Leben gekommen sein soll. Auch Pineidas Mutter wurde getroffen, überlebte aber mit einer leichten Kopfverletzung.
Die Täter konnten fliehen. Die Ermittlungen laufen.
Gewaltwelle gegen Fußballer erschüttert Ecuador
Der Mord an Pineida ist der jüngste Fall einer Serie von Angriffen auf Fußballprofis im Land. Im September wurden drei Zweitliga-Spieler erschossen – einer soll Verbindungen zur Wettmafia gehabt haben. Einen Monat später wurde der lokale Profi Bryan Angula bei einem Schusswaffenangriff verletzt.
Ecuador lebt seit 2024 unter einem vom Präsidenten Daniel Noboa ausgerufenen „inneren bewaffneten Konflikt“, um den Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenbanden zu verschärfen. Das südamerikanische Land ist heute ein wichtiger Umschlagplatz für Kokain zwischen den Produzentenländern Kolumbien und Peru und den internationalen Märkten.
Die Hafenstadt Guayaquil gilt inzwischen als Zentrum der Gewalt. Zwischen Januar und September wurden dort 1900 Morde registriert – landesweit die höchste Zahl.
