Der 18er Kader für die Handball-EM steht und es gibt eine große Überraschung.
Bundestrainer Alfred Gislason verzichtet auf Tim Freihöfer, den starken Linkshänder vom Meister Füchse Berlin.
Und wird dafür von Bob Hanning, Boss der Füchse, scharf kritisiert.
„Nicht nachvollziehbar!“: Füchse-Boss Bob Hanning greift Bundestrainer Alfred Gislason wegen EM-Kader an
Dahmke statt Freihöfer, für Hanning nicht verständlich: „Das ist und bleibt, denke ich, nicht nur für mich nicht nachvollziehbar“, macht Bob Hanning in seiner kicker-Kolumne zum EM-Kader deutlich.
Bundestrainer Alfred Gislason versucht, die Nominierungen zu erklären
Hanning ist richtig sauer. „Auf Linksaußen gehe ich halt überhaupt nicht mit – und wirklich nicht, weil ich Füchse Berlin bin, und wirklich nicht, weil ich Rune Dahmke oder Lukas Mertens nicht im Ansatz schätze, aber hier ist alles außer Kraft gesetzt worden, was Fairness und Inhalt angeht“, so der 57-Jährige mit klarer Ansage gegen Gislason.
Gislason reagierte prompt, erklärte im ZDF seine Nominierung: „Ich habe diesmal sehr viel Wert auf die Abwehr gelegt. Und Dahmke ist von allen Linksaußen wahrscheinlich der beste Abwehrspieler und hat auch ziemlich viel Erfahrung“, so der Isländer.
Insgesamt sei die Nominierung der Außenspieler aufgrund der großen Auswahl sehr schwierig gewesen. Neben Dahmke fährt Lukas Mertens als zweiter Linksaußen mit zur EM in Dänemark, Norwegen und Schweden.
Hanning weiter: „Tim ist erster Mann bei den Füchsen seit zwei Jahren mittlerweile, spielt jedes wichtige Spiel, spielt 90 Prozent der Spiele überragend. Er hat auch in der Nationalmannschaft bis jetzt immer überzeugen können.“
Ganz raus ist Freihöfer aber noch nicht. Theoretisch könnte er noch nachnominiert werden. Während der Handball-EM (15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen) sind insgesamt sechs Wechsel möglich – jeweils zwei während der Vor-, Haupt- und Finalrunde. Nur Spieler, die im 35er-Kader – zu dem Freihöfer gehört – stehen, können nachnominiert werden.


