Lange passierte nichts, dann ging es Schlag auf Schlag!

Union Berlin gewinnt sein Heimspiel gegen RB Leipzig mit 3:1 (0:0). Nach einem Gähn-Kick in der ersten Hälfte gibt es einen zwischenzeitlichen Tor-Turbo – in sieben Minuten fallen drei Treffer!

57. Minute: [–>Jeong steckt auf Burke durch. Der Schotte zieht mit wenigen schnellen Schritten in die Box und jagt den Ball in die Maschen. 1:0!

Doch RB hat sofort die Antwort parat – weil ein Joker direkt sticht!

60. Minute:[–> Gomis erzielt nur 69 Sekunden nach seiner Einwechslung den Ausgleich. Für den Teenager ist es der erste Treffer überhaupt im Leipzig-Dress.

Durchatmen? Nein!

64. Minute:[–> Trimmel flankt in den Leipziger Strafraum. Ansah läuft völlig frei ein und drückt die Kugel mit dem Kopf über die Linie. Das 2:1, der fünfte Saisontreffer des deutschen U21-Nationalspielers.

Skarke macht in der Nachspielzeit dann den Unioner Deckel drauf (90.+3).

Die Alte Försterei explodiert – denn auf den Rängen ist es schon von Beginn an hitzig.

Die Union-Ultras schweigen die ersten 15 Minuten aus Protest. Dieses Mal aber nicht wegen der Innenministerkonferenz und der möglichen Restriktionen gegen Fußball-Anhänger – sondern wegen des Gegners aus Leipzig!

Grund: Die Eisernen lehnen das RB-Modell ab.

Riesige Banner werden auf der Tribüne ausgerollt, darauf steht: „Abstiegskrimi“, „Pokalsieger 1968“, „Vizemeister 1923“ – eine Hommage an die eigene Tradition, aber vor allem auch eine Spitze gegen den „Dosen-Klub“, dem viele Fans jede Fußball-Kultur absprechen.

Die Union-Fans rollen zu Beginn der Partie riesige Banner aus

Foto: Getty Images

Dazu werden Flugblätter im Stadion ausgeteilt, betitelt mit: „In Leipzig stirbt der Fußball!“ Die Botschaft der Fans: RB sei und bleibe ein Marketingprodukt – und werde niemals akzeptiert.

Diese Flugblätter gegen RB wurden im Stadion ausgeteilt

Diese Flugblätter gegen RB wurden im Stadion ausgeteilt

Foto: BILD

Die RB-Fans lassen sich davon nicht beirren, im Gästeblock wird gesungen und gezündelt.

Schon vor der Partie hatten die Leipziger in Richtung der Köpenicker geschossen. In Berlin tauchten riesige digitale Werbeplakate auf – unter anderem am Hauptbahnhof. Die Aufschrift: „Eisen rostet – Alu nicht!“ Eine Anspielung auf die Konkurrenz zwischen den „Eisernen“ und dem sogenannten „Dosen-Klub“.

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