Es ist keine zwei Wochen her, da dachte Albas Spielmacher Martin Hermannsson (31) für einen Moment, er hätte sein letztes Spiel für die Berliner gemacht.

Im Spiel mit seiner isländischen Nationalmannschaft hatte er sich verletzt, Kreuzbandriss – sein erster Gedanke.

Mitspieler besorgt: Basketball-Profi verletzt sich mitten im Spiel

Quelle: FIBA

Der bestätigte sich zwar nicht. Es war „nur“ eine schwere Muskelverletzung im Knie. Aber an einen Einsatz in diesem Jahr war nicht mehr zu denken.

Foto: Oliver Knaack

Das sieht jetzt schon sehr viel besser aus: Beim Training am Freitag im Alba-Zentrum an der Schützenstraße arbeitete Hermannsson bereits wieder mit dem Ball, dribbelte, warf aus der Distanz, ging sogar hoch zum Lay-up.

„Ich fühle mich sehr gut“, so Hermannsson. „Ich kann mich gut bewegen, mache schon viele Übungen mit. Vielleicht kann ich noch vor Weihnachten wieder ins Team-Training einsteigen.“

Gut gelaunt: Martin Hermannsson im Gespräch mit Albas-Assistenztrainer Vladimir Bogojević.

Gut gelaunt: Martin Hermannsson im Gespräch mit Albas-Assistenztrainer Vladimir Bogojević.

Foto: Oliver Knaack

Der Spielplan der Berliner in den nächsten Wochen ist ziemlich voll. Bis zum Jahresende stehen sechs Begegnungen auf dem Programm. „Ich werde es aber nicht überstürzen“, so Hermannsson und ergänzt augenzwinkernd: „Es läuft ja auch ganz gut ohne mich.“

Sowohl zu Hause gegen Frankfurt und vor allem im Champions League-Spiel bei Elan Chalon (Frankreich) überzeugte das Team, holte die Siege zehn und elf in Serie.

Foto: BILD

Jetzt geht es am Sonntag (18 Uhr) zum Tabellenletzten Hamburg, zwei Tage später kommt ein weiteres Schlusslicht nach Berlin. Gegen den BC Sabah, Letzter in Albas Champions-League-Gruppe, geht es um den Gruppensieg. Zwei vermeintlich leichte Aufgaben, auch ohne Hermannsson.

„Hamburg hat zwar noch kein Spiel gewonnen. Aber sie werden mit Sicherheit noch Spiele gewinnen“, mahnt Trainer Pedro Calles vor dem Duell bei den noch sieglosen Towers.

Mit dem BC Sabah hat sich Calles noch nicht beschäftigt, wie er zugibt: „Das mache ich nach dem Hamburg-Spiel. Trotzdem ist es wichtig, dass wir uns nicht zu viele Gedanken über den Gegner machen. Wir müssen einfach auf uns schauen.“

ttn-36