Croissants statt Hotdogs!

Die Entscheidung ist gefallen. Bei der Handball-WM heißt der Halbfinal-Gegner der deutschen Frauen am Freitag (17.45 Uhr, ARD) – Frankreich. Die Französinnen besiegten am Mittwochabend in Rotterdam in der Ahoy Arena Dänemark 31:26 (17:12).

Bundestrainer Markus Gaugisch (52):[–> „Frankreich ist natürlich hochdekoriert, mit großer Erfahrung und Qualität aus vielen Meisterschaften, und sie haben eine Top-Torhüterin, die ist erste Sahne. Wir brauchen uns nicht zu verstecken, freuen uns einfach auf dieses Spiel, wollen das genießen.“

Sport-Boss Ingo Meckes (49) ergänzt: [–>„Wir können dagegenhalten, brauchen keine Angst zu haben, alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus.“

Im ersten Viertelfinale des Tages, zwischen den Niederlanden und Ungarn, gewann der Co-Gastgeber 28:23. Die Niederlande treffen dann im zweiten Halbfinale auf Norwegen.

„Haben so fu*** lange drauf gewartet“: Emotionales Vogel-Interview nach Halbfinal-Einzug

Quelle: SID, BILD

Der deutschen Mannschaft war vor der Partie völlig egal, welche Mannschaft es wird. Zusammen schaute man im Team-Hotel. Emily Vogel (27): „Wir sind in der Runde der besten vier Mannschaften der Welt der Underdog, wir wollen überraschen. Wir wollen das Spiel genießen und werden 60 Minuten sterben auf dem Feld, um alles zu geben, um auch dieses Spiel zu gewinnen.“

Foto: BILD

Im Spiel Frankreich gegen Dänemark gibt sich der noch amtierende Weltmeister keine Blöße. Die Französinnen spulen souverän ihren Matchplan runter, geben in keiner Minute des Spiels die Führung aus der Hand. Im Prinzip ist der Drops schon nach zehn Minuten gelutscht, da führt Frankreich bereits 7:3 und baut diesen Vorsprung bis auf sieben Tore aus (28:21/52.).

Handball-WM: Frankreich ist der deutsche Halbfinal-Gegner

Dänemark hat an diesem Tag gegen die robuste Deckung und den zielsicheren Angriff keine Chance, kommt nie mehr als auf drei Tore heran. Gegen die Niederlage stemmen sich eigentlich nur Kristina Jörgensen (11 Tore) und Torhüterin Anna Kristensen. Kapitänin Trine Ostergaard danach enttäuscht: „Es ist bitter, wenn man vorher alle Spiele gewinnt, das Turnier jetzt schon zu verlassen. Wir hätten uns natürlich einen anderen Turnierplan gewünscht.“

Spielerin des Spiels wird am Ende die französische Kreisläuferin Sarah Bouktit mit acht Toren aus acht Versuchen. Torhüterin Hatadou Sako nach dem Spiel mit Kampfansage: „Deutschland hat ein tolles Team, die sind gut in Form, aber auch wir werden bereit sein und ihnen einen großen Kampf liefern.“

Kleiner Fun-Fact: Die deutsche Mannschaft sieht die Französinnen vor dem Halbfinale noch zweimal beim Frühstück, denn Frankreich wohnt in Rotterdam im gleichen Team-Hotel wie die DHB-Frauen. Das gibt’s auch nur im Handball.

Die Fans können sich jetzt auf weitere TV-Übertragungen im Free-TV freuen: Sollte das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch ins Finale einziehen, zeigt das Erste das Spiel am Sonntag (14. Dezember) ab 17.30 Uhr live. Das Spiel um Platz drei würde am Sonntag (14.30 Uhr) erst im ARD-Stream laufen und in der 2. Halbzeit dann im regulären TV. Immerhin.

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