Aus Sieglosigkeit ist längst Sprachlosigkeit geworden!

In der Daikin Handball-Bundesliga ist der SC DHfK Leipzig das einzige Team, das noch keinen Liga-Sieg geholt hat. In der 3. Liga Nordost ist der SC DHfK Leipzig II das einzige Team, das mit null Punkten da steht.

Alle in Leipzig wussten, welche Bedeutung das Spiel bei Aufsteiger GWD Minden hat. Nach der in der zweiten Hälfte blamablen 26:32 (16:15)-Pleite wissen alle in Leipzig, dass es so mit der Bundesliga-Zugehörigkeit bald vorbei sein wird. Es ist der Gipfel in einem Abbau-Prozess, der vor über fünf Jahren seinen Anfang hatte.

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Was Kretzsche mit Leipzigs Handball-Fiasko zu tun hat

Bis zum Wechsel als Sportvorstand zu den Berliner Füchsen (bis September 2025) im Januar 2020 war Handball-Ikone Stefan Kretzschmar Aufsichtsrat bei den Leipzigern und in dieser Funktion ein wichtiger Ratgeber und Korrektor.

Mit seinem Abgang begann zeitverzögert ab der Saison 2021/22 die Abwärts-Spirale bei den Sachsen. Platz 9, Platz 11, ein Jahr Erholung mit Platz 8, zuletzt Platz 13. Inzwischen sind die Leipziger saisonübergreifend seit 17 Liga-Partien ohne Sieg.

Kretzschmars fachkundige Ratschläge sind weg, der Erfolg hat sich gleich mit verabschiedet. Das ist doppelter Phantomschmerz – da tut etwas weh, was schon lange nicht mehr da ist.

Mit Runar Sigtryggsson (freigestellt) und dem noch nicht freigestellten Raul Alonso („Fakt ist, dass die Ergebnisse nicht lügen“) haben die Leipziger zwei Chef-Trainer auf der Gehaltsliste und mit Karsten Günther einen Geschäftsführer und Alleinentscheider, der dem Vernehmen nach blass und still nach der Pleite gegen Minden durch die Lübbecker Kreissporthalle tigerte.

Apropos Minden. Viele Experten hatten den Traditionsklub, der seine Heimauftritte ausgerechnet in der Halle des Erzrivalen TuS N-Lübbecke austragen muss, zu Saisonbeginn auf ihrer Absteiger-Liste. Inzwischen hat GWD schon sieben Pluspunkte und in der Rückrunde noch Heimspiele gegen Stuttgart, Wetzlar, Eisenach und den Bergischen HC vor der Brust.

Mit viel Glück werden es ab Februar sogar Heimspiele in der eigenen Kampa-Halle, deren Sanierungs-Maßnahmen so langsam an den Bau des Berliner Flughafens erinnern. Ihren letzten Saisonauftritt müssen die Ostwestfalen am ersten Juni-Wochenende 2026 übrigens bei den Phantomschmerz-Leipzigern absolvieren.

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Quelle: BILD/ Instagram @jpgomes23

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