Real Madrid führt die Tabelle in Spanien mit drei Punkten Vorsprung auf den FC Barcelona an, ist auch in der Champions League gut im Rennen – doch bei den Königlichen reichen oft schon Kleinigkeiten, um am großen Ganzen zu zweifeln. Eine Niederlage in Liverpool, ein 0:0 bei Rayo Vallecano, dazu der Wechsel-Zoff um Vinicius – und schon wird bei dem Klub, der höchste Ansprüche verfolgt, einiges in Frage gestellt.
Nach einem nahezu makellosen Saisonstart gibt es auch für den neuen Trainer Xabi Alonso (43) ersten Gegenwind. Die katalanische Zeitung „Mundo Deportivo“ berichtet nun zudem von „Rissen in der Umkleidekabine.“ Und weiter: „Der baskische Trainer, der sehr methodisch vorgeht, scheint nicht die Zustimmung der Spieler zu haben.“
Dem Bericht zufolge hat das Team „wenig bis gar keine Verbindung zum neuen Trainer, und das scheint in einem Team voller Egos wie Real Madrid der Keim für etwas Größeres zu sein. Ein erster Riss.“
„Mundo Deportivo“ nennt konkret fünf Stars, die mit der Taktik und der Akribie von Alonso nicht zufrieden sein sollen: Jude Bellingham, Vinicius Jr., Thibaut Courtois, Eduardo Camavinga und Federico Valverde.
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Dass Vinicius nicht den allerbesten Draht zu seinem Coach hat, war (nicht nur) bereits beim Clasico gegen den FC Barcelona (2:1) zu sehen, als der brasilianische Nationalspieler nach seiner Auswechslung schimpfte, mit seinem Weggang von den Königlichen gedroht haben soll. Vini Jr. musste sich wenige Tage später vor der Mannschaft erklären, entschuldigte sich auch öffentlich für sein Verhalten, bei den Fans, den Teamkollegen – aber namentlich nicht bei Alonso.
Laut „Mundo Deportivo“ verfolge Real-Präsident Florentino Perez die Situation sehr aufmerksam. Der Klub-Boss hat den Trainer ausgewählt, Alonso soll bestenfalls eine neue Real-Ära prägen: „Das Vertrauen in den baskischen Trainer ist seit dem ersten Tag unverändert, aber es scheint sich eine Kluft in der Umkleidekabine von Real Madrid aufgetan zu haben, die nicht immer geschlossen werden kann.“

