Pulverfass Real?
Das 0:0 bei Rayo Vallecano markiert zusammen mit dem 0:1 gegen Liverpool in der Champions League den ersten Durchhänger der Saison für die Königlichen. Zuvor wurden Stimmen laut, dass sich in der Kabine Widerstand gegen Trainer Xabi Alonso (43) forme, der Bosse-Rückhalt für den Ex-Bayern-Star schwinde.
Außerdem stetiger Unruheherd: Vinicius Jr. und der Umgang mit ihm.
Gegen Rayo Vallecano startete der Brasilianer stark, forderte Bälle, ging immer wieder gefährlich ins Dribbling. Dann die Halbzeitpause – und der krasse Einbruch. In der zweiten Halbzeit war nichts mehr von dem Ausnahme-Fußballer zu sehen. Bis er sich zu einem Zuruf an die Fans hinreißen ließ!
Traditionell hat Vinicius im Stadion von Rayo Vallecano einen schweren Stand. Auch dieses Mal wurde der Flügelspieler von der ersten Minute an ausgepfiffen und provoziert. Und irgendwann platzte dem Superstar der Kragen. Die „Movistar+“-Kameras fingen ein, wie Vinicus den Heimfans auf Spanisch zurief: „Ihr habt bezahlt, um mich zu sehen!“
Es ist nicht das erste Mal, dass Vinicius mit diesem Satz auf Fanpöbeleien reagiert und sich zu Reaktionen hinreißen ließ. 2024 brannten dem Real-Star im Derby gegen Atlético Madrid die Sicherungen durch. Gegenspieler Koke (33) bedachte er mit den Worten: „Du hast zwei verloren, ich zwei gewonnen (gemeint war der Champions-League-Titel, Anm. d. Red.). Klar, du verlierst, weil du schlecht bist. Darum spiele ich bei Real Madrid.“
Die Madrilenen gehen mit zwei enttäuschenden Ergebnissen in die Länderspielpause – und mit einem Spieler, dessen sportlicher Glanz immer öfter von Frusteinlagen überschattet wird.
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Vinicius immer wieder rassistisch beleidigt
Allerdings sah sich der Brasilianer in der Vergangenheit auch mit unerträglichen und abstoßenden Beleidigungen konfrontiert, die jede Grenze überschritten. Nach rassistischen Beleidigungen beim Spiel Valladolid gegen Real Madrid am 30. Dezember 2022 wurden im Mai 2025 fünf Fans zu einem Jahr Haft auf Bewährung, Geldstrafe und Stadionverbot verurteilt.
Erstmals wurde in Spanien ein solcher Vorfall als Hassverbrechen und nicht nur als moralisches Vergehen mit rassistischem Hintergrund eingestuft.

