Bei diesem Treffer staunte sogar Union-Coach Steffen Baumgart (53): „Da gucken wir uns alle an und sagen ‚Wow!‘ Das ist das, was Fußball ausmacht.“

Was er meint: das unglaubliche Tor von Bayern-Star Luis Diaz zum zwischenzeitlichen 1:1 in Berlin. Der Kolumbianer hatte sich in der 38. Minute erst den Ball kurz vor der Torauslinie ergrätscht, dann aus super-spitzem Winkel getroffen. Magisch!

Damit hatte Diaz einen wichtigen Anteil daran, dass der FC Bayern trotz eines ungewohnt wackeligen Auftritts weiter ungeschlagen blieb (Endstand 2:2).

Ebenso beeindruckend: Für die Nummer 14 des Rekordmeisters, die schon vergangenen Dienstag beim 2:1 in der Champions League bei Paris Saint-Germain glänzte, war das Traumtor bereits der 16 Scorer-Punkt nach nur 17 Einsätzen.

Die Zahlen zeigen schon jetzt: Mit dem Díaz-Transfer hat es Bayerns Sportvorstand Max Eberl (52) allen gezeigt!

Zeigte in seinen ersten Wochen beim FC Bayern in Topform: Luis Díaz

Foto: picture alliance / Gonzales Photo/Inaki Esnaola

Denn: Als vergangenen Sommer mit Leroy Sané (29/jetzt Galatasaray), Kingsley Coman (29/jetzt Al-Nassr) und Mathys Tel (20/jetzt Tottenham) gleich drei Flügel-Stars den Verein verließen und als Ersatz der 28-jährige Díaz für 67 Mio. Euro plus Boni vom FC Liverpool kam, wurden diese Entscheidungen hitzig diskutiert und teilweise scharf kritisiert.

Zahlreiche Experten und Fans äußerten Zweifel daran, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Díaz‘ Verpflichtung stimme und ob die Münchner mit ihm wirklich besser werden würde als mit den abgegebenen Flügelspielern.

Immer wieder wurde an Sadio Mané (33) erinnert, der 2022 auch als Topstar im fortgeschrittenen Fußballer-Alter von Liverpool zu Bayern kam, die großen Erwartungen jedoch total enttäuschte und ein Jahr später schon wieder den Abflug in Richtung Saudi-Klub Al-Nassr machte.

Sadio Mané konnte beim FC Bayern nicht überzeugen und ging deshalb nach nur einem Jahr im Sommer 2023 zu Saudi-Klub Al-Nassr

Sadio Mané konnte beim FC Bayern nicht überzeugen und ging deshalb nach nur einem Jahr im Sommer 2023 zu Saudi-Klub Al-Nassr

Foto: Stringer/REUTERS

Sky-Experte Didi Hamann (52) sagte kurz nach dem Transfer bei „heute“: „Díaz ist ein sehr guter Fußballer, aber was die Bayern machen, ist kein Geschäftsmodell. Einen 28-Jährigen für dieses Geld zu holen, ihm dann noch mehr Gehalt zu zahlen, als er in England verdiente? Liverpool lacht.“

Nach den ersten drei Monaten von Díaz an der Säbener Straße steht allerdings fest: Bislang erwiesen sich Eberls Flügel-Entscheidungen als goldrichtig.

Wegen BILD-Kolumne: Kahn muss richtig loslachen!

Quelle: BILD

Der Beleg: Diaz hat schon jetzt mehr Scorer-Punkte als Coman in der gesamten vergangenen Spielzeit (neun Tore und sechs Assists nach 45 Einsätzen). Und auch Sanés Werte aus der Vorsaison (13 Tore, sechs Assists in 48 Einsätzen) dürfte er in Kürze überholen, wenn er weiter so stark aufspielt.

Was noch dazukommt: Díaz hat trotz seines Super-Starts noch Luft nach oben: Die Rote Karte in Paris stellte seinen Top-Auftritt dort völlig unnötig in den Schatten. Und: Der fleißige Flügel-Arbeiter hat zuletzt immer wieder zahlreiche Mega-Torchancen vergeben, könnte eigentlich noch fünf bis zehn Treffer mehr auf dem Konto haben …

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