Was für eine irre Spannung im Achtelfinale des DHB-Pokals.
Mit der MT Melsungen (rettete sich in der Verlängerung gegen Dresden) und dem SC DHfK Leipzig (knapp in Nordhorn erfolgreich) mussten zwei Erstligisten immens zittern. Dagegen gab es einen klaren Erfolg für den Überflieger-Klub SC Magdeburg.
HC Elbflorenz – MT Melsungen 30:32 nach Verlängerung
Der Zweitligist aus Dresden putzte bereits in der Runde zuvor den HSV Hamburg in der Verlängerung. Und auch deren Bundesliga-Rivale MR Melsungen tut sich in der sächsischen Landeshauptstadt schwer. Eine konzentrierte Leistung in der Abwehr und ein starker Torwart Marino Mallwitz sorgen dafür, dass der Underdog eine glänzende erste Halbzeit auf die Platte bringt. Viktor Norberg sorgt für das 9:5 (20.). Kurze Aufregung, als sich Melsungens Mohamed Darmoul nach einem vermeintlichen Gesichtstreffer theatralisch auf dem Boden wälzt. Die Schiris entscheiden auf Schauspielerei und verhängen eine Zwei-Minuten-Strafe gegen den Tunesier. Mit 14:12 geht es in die Pause.
Timo Kastening trifft dann doch zum Ausgleich für den Favoriten – 16.16 (38.). Dresdens Trainer André Haber nimmt sofort die Auszeit, appelliert an seine Männer: „Wir brauchen jetzt unsere Phase, wir müssen jetzt wieder gut sein.“ Olle Schefvert holt sich dann aber doch die erste Führung für die Gäste seit dem 0:1 und trifft zum 19:20 (48.). Doch die Dresdener bleiben dran, kommen durch Doruk Pehlivan erneut zum Ausgleich (22:22) und sorgen für immense Spannung in den letzten sieben Minuten. Mit einem 25:25 geht es (wie schon gegen den HSV) in die Verlängerung. Dort gelingt den Sachsen in den ersten fünf Minuten nicht mehr viel und die MT schaukelte den Sieg dann doch nach Hause.
HSG Nordhorn – SC DHfK Leipzig 27:28
Auch der Zweitligist sorgte zuletzt im Pokal für eine Überraschung, als er den HC Erlangen eliminierte. Diesmal ist Bundesliga-Schlusslicht SC DHfK Leipzig zu Gast. Bei denen sorgen Torwart Tomas Mrkva (7 Paraden in der ersten Viertelstunde) und Rückraumshooter Adam Lönn (3 Treffer) für einen knappen Vorsprung (6:8), der bis zur Pause (11:14) Bestand hat. Frieder Bandlow sorgt sieben Minuten vor dem Ende für den Ausgleich und eine spannende Schlussphase. Im letzten Angriff ist für die HSG gar noch der Treffer zur Verlängerung möglich. Doch Leipzig zwingt den Gegner ins Zeitspiel und erkämpft sich den Ball zurück. Für die DHfK ist es erst der zweite Saisonsieg. Beide Siege gelangen im Pokal.
TV Großwallstadt – SC Magdeburg 27:45
Von Anbeginn lässt Champions-League-Sieger SC Magdeburg beim Zweitligisten nichts anbrennen, führt schnell 0:3. Trainer Bennet Wiegert lässt keinerlei Schlendrian zu, ist trotz des 9:15 zwischendurch nicht zufrieden. „Mir reicht die Intensität nicht“, kritisiert er sein Team in der Auszeit. Und prompt folgt ein Lauf hin zum 11:23 bis zur Pause. Am Ende war es ein deutliches Schaulaufen gegen den Top-Klub der vergangenen Zeiten.


